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Für die Schönheit der Stadt zuständig

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135 Quadratmeter Nutzfläche umfasst das neue Gebäude an der Oberen Hammerstraße. Reinhard Niederbuchner (Zweiter von links), Leiter der Stadtgärtnerei, erläutert Oberbürgermeister Christian Kegel (rechts), Stadtpfarrer Georg Lindl (Zweiter von rechts) und dem Evangelischen Pfarrer Barthel Pichlmeier die einzelnen Schritte des Neubaus.

Traunstein – Sie ist verantwortlich für die Pflege und den Erhalt der städtischen Grüns und der Parkanlagen: die Stadtgärtnerei. Die vielfältigen Aufgaben wurden von einem in die Jahre gekommenen Betriebsgebäude an der Oberen Hammerstraße aus bewältigt, das aber zwischenzeitlich zu klein war und auch nicht mehr zeitgemäß war. Am Dienstag wurde das neue Betriebsgebäude eingeweiht.


Das in den 1980er Jahren erbaute, alte Gebäude wurde vor einem halben Jahr abgerissen; Container sorgten dafür, dass die Arbeit weitgehend störungsfrei weitergehen konnte. Aufgrund angrenzender Gebäude und wegen der Hanglage ist das Betriebsgebäude mit einem Erdgeschoß und einem Untergeschoß erbaut worden. Insgesamt umfasst das Gebäude 135 Quadratmeter Nutzfläche, in dem den elf Mitarbeitern der Gärtnerei neben den Arbeitsbereichen auch zeitgemäße Aufenthaltsräume zur Verfügung stehen. Ökologisch auf der Höhe der Zeit hat man auf dem Neubau mit gekiestem Flachdach eine Solaranlage installiert, die zur Brauchwasser-Erwärmung und zur Unterstützung der Heizungsanlage genutzt wird. Die Kosten für die Baumaßnahme beliefen sich auf 600 000 Euro.

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Oberbürgermeister Christian Kegel lobte bei der Einweihung die Mitarbeiter für ihr engagiertes Arbeiten. Die neuen Räume könnten bestens genutzt werden. »Ihr habt es verdient, ihr arbeitet zum Wohle der Stadt.« Die Mitarbeiter hätten in der Stadt die angenehmste Dienststelle, bekämen sie für ihre Arbeit doch meist Lob von allen Seiten. »Ihr seid für die Schönheit der Stadt zuständig.«

Robert Strasser vom Architekturbüro »Studio 303« in Traunstein ging auf die früher sehr beengten Verhältnisse des alten Zweckgebäudes ein. Man habe nun vernünftige Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen, das Gebäude ermögliche deutliche Energieeinsparungen. Die Hoffläche habe man vergrößert, noch nicht ausgeführte Rest-Pflasterarbeiten würden in den kommenden Tagen ausgeführt.

Stadtgärtner Reinhard Niederbuchner dankte für die jetzt geschaffene gute Unterbringung der Stadtgärtnerei. Auch in der Bauphase sei alles problemlos gelaufen, die Arbeit der Stadtgärtner sei trotzdem gut weitergegangen.

Stadtpfarrer Georg Lindl sowie der evangelische Pfarrer Barthel Pichlmeier segneten in einer kurzen und feierlichen Zeremonie das neue Gebäude. Pichlmeier verwies auf die Schöpfungsgeschichte im Alten Testament und betonte, dass der Glaube zum Staunen über Gottes Plan und Wirken führe. Gott wolle Ordnung und nicht Chaos. Stadtpfarrer Lindl, der mangels Weihwasser den einsetzenden Regen zur Weihe zu Hilfe nahm, freute sich, dass die Menschen am Schöpfungsplan Gottes mithelfen könnten. Mit seiner Kritik am Vandalismus an städtischen Blumenbeeten in der Innenstadt verband sich der Wunsch, dass die Arbeit der Gärtnerei stattdessen geschätzt werde, Menschen die Schönheit der Pflanzen- und Blumenpracht wahrnehmen würden. Die Stadt bestehe eben nicht nur aus Beton und Teer, sondern aus Blumen an vielen Orten, die Schönheit vermittelten. »Ich wünsche mir, dass Menschen diese Schönheit wahrnehmen. Sie machen die Stadt lebenswert.«

Anschließend konnten sich die Gäste selbst ein Bild vom neuen Gebäude machen. Dabei wurde dritter Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner ein Blumenstrauß für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken als Stadtratsreferentin für Städtisches Grün/Waldfriedhof überreicht. awi

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