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Für eine Ampel

Chieming. Erfolg für die Bürgerinitiative (BI) »Ein Chieming«: Der Gemeinderat sprach sich einhellig für den Antrag der BI aus, auf der Staatsstraße 2096 auf Höhe der Kreuzung Theresienstraße/Am Winkelzaun eine Ampel zu errichten.

Dem Einsatz der Bürgerinitiative »Ein Chieming« ist es zu verdanken, dass im Chieminger Oberdorf beim Kreuzungsbereich Theresienstraße/Am Winkelzaun zum sicheren Überqueren des Schulweges probeweise nun eine Ampelanlage (Drückampel) nun aufgestellt werden soll.

Bürgermeister Benno Graf sagte, die zuständigen Behördenvertreter und die Polizei hätten bei der Verkehrsschau am vergangenen Freitag die probeweise Aufstellung einer Ampel in Aussicht gestellt, meinten jedoch, eine bessere Lösung für einen sicheren Schulweg sei der Bau einer Querungshilfe. Der Bürgermeister hofft, dass in etwa fünf bis sechs Wochen dort der Probebetrieb durch Ampelregelung beginnen könnte.

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Der Gemeinderat erweiterte auf Vorschlag der Verwaltung den Antrag mit der Möglichkeit auf Planung eines Gehweges auf der Theresienstraße und Am Winkelzaun, regte die generelle Einführung einer 30-km/h-Zone im Ortsbereich von Chieming an und will bei eventueller Errichtung einer Querungshilfe die Kapelle im Kreuzungsbereich versetzen.

Auch werde laut Bürgermeister das Bestreben auf Ablenkung des Schwerlastverkehrs über die Nordostumfahrung von Traunstein weiter verfolgt. Graf kündigte fortlaufende Verkehrsüberwachungen an, die demnächst beginnen werden. Zudem stellte der Rathauschef fest, das gemeinsame Vorgehen der Bürgerinitiative mit der Gemeinde bezüglich sichere Schulwegüberquerung im Oberdorf habe großen Eindruck bei den staatlichen Institutionen aber auch bei der Polizei gemacht.

Anton Maier von der Bürgerlich-Bäuerlichen Wählergruppe sprach sich für eine mehrstündige Straßendemonstration der Chieminger Bürger aus, wenn wieder nichts weitergehen sollte. Heidrun Schlicht und Christian Fischer, beide CSU, meinten, es sollte im dortigen Kreuzungsbereich auch geprüft werden, ob eine Fußgängerunterführung die bessere Lösung sei. Fischer sagte, der Kreuzungsbereich sei schwer überschaubar, somit eine große Gefahrenquelle.

Bürgermeister Graf sagte, für eine Unterführung sei kein Platz und gab bekannt, dass die Eigentümerin der Kapelle der Versetzung der Kapelle nun positiv gegenüber stehe, auch vom Denkmalschutz habe der Bürgermeister grünes Licht bekommen, da die dort Verantwortlichen die Verkehrssicherheit für vordringlich halten. Heinrich Hunglinger (SPD) betonte die Notwendigkeit, den Schwerlastverkehr aus Chieming herauszubringen. Weiter sagte er, eine Ampelanlage beeinträchtige zwar den fließenden Verkehr, führe jedoch dazu, dass Verkehrsteilnehmer langsamer fahren müssen. Auch meinte er, nach Errichtung des Einkaufsmarktes kurz vor dem Chieminger Rathaus könnte dann auf der Staatsstraße 2096 noch eine zweite Ampel installiert werden, die dazu führe, dass Verkehrsteilnehmer die bisher freie Ortsdurchfahrt nicht mehr wie gewohnt, vorfinden werden.

Sebastian Heller (Bündnis 90/Grüne) fragte nach dem Geschwindigkeitsmessgerät, das am Ortseingang von Chieming aus Richtung Laimgrub aufgestellt werden sollte, und meinte weiter, die Gemeinde Chieming sollte sich bei den Gemeinden Übersee und Grassau über dortige Erfahrungen mit ihren Bedarfampelanlagen erkundigen.

Elisabeth Heimbucher (Bündnis 90/Grüne) sprach sich für eine 30er-Zone im gesamten Ortsbereich unter Einbindung der Staatsstraße 2096 aus.

Heinz Wallner (Bayernpartei) freute sich über das große Engagement der Bürgerinitiative und stellte fest, dass sich der Gemeinderat darüber nun einig ist, die Kapelle im Oberdorf zu versetzen. Wallner erinnerte an eine frühere Aussage von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, der durch die Nordostumfahrung von Traunstein eine gute Chance sehe, den Schwerlastverkehr aus Chieming herauszubringen. OH