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Für zwei Autofahrer gab es Saures

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Jedes Kind durfte einmal die Laserpistole benutzen und die Geschwindigkeit eines Autos messen. (Foto: Wegscheider)

Inzell – Die Viertklässler aus Inzell und ihre Lehrkräfte Kathrin Lang und Hans Scheurl haben mit Beamten der Polizeistation Ruhpolding Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Für den Nachwuchs war es ein großer Spaß, die Autofahrer mit der Laserpistole zu blitzen. Jeder Schüler durfte einmal die Laserpistole benutzen und die Geschwindigkeit eines Autos messen.


Im Vorfeld hatten die Kinder mit Polizeioberkommissar Hans-Georg Hufnagel alles vorbesprochen und diverse Fragen an Autofahrer ausgearbeitet. Bei der Messung nahmen die Kinder ihre Aufgabe ausgesprochen ernst. Gewissenhaft notierten sie Automarke, Kennzeichen und die gemessene Geschwindigkeit auf dem Laserhandmessgerät.

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In der Nähe des Festsaals winkten die Kinder mit Unterstützung der Polizisten Autofahrer aus dem Verkehr. Diejenigen, die wie vorgeschrieben 50 km/h oder langsamer fuhren, erhielten als Belohnung ein Stück Schokolade. Auf die Raser wartete eine unangenehme Strafe: Sie mussten in ein Stück saure Zitrone beißen. Allerdings gab es während der gesamten Messzeit nur zwei Autolenker, die zu schnell fuhren.

Die aus dem Verkehr gezogenen Fahrer wurden von den Schülern auch befragt; die Fragen zielten unter anderem darauf ab, wie sich die Autofahrer in der Nähe von Schulwegen verhalten sollen. »Warum sind sie eigentlich zu schnell gefahren?«, wollte ein Schüler aus der 4 b von einem Autofahrer wissen, der mit 58 km/h geblitzt wurde. »Ich habe gerade telefoniert mit der Freisprechanlage und war in Gedanken woanders, deshalb hab ich nicht aufgepasst und bin zu schnell gefahren«, so dessen Erklärung.

Rektorin Elke Thurmayr bedankte sich bei den Polizisten für den etwas »außergewöhnlichen Unterricht« und war der Meinung, dass Autofahrer und Schüler durch solche Aktionen besser für die Gefahren im Bereich der Schulwege sensibilisiert werden. fb