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Funktionsgebäude im Färberwinkel?

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Zu eng: Die ehrenamtliche BRK-Bereitschaft kann vielleicht schon bald aus dem Rathaus ausziehen. Foto: Anzeiger-Archiv/Pfeiffer

Berchtesgaden – Es ist eng, viel zu eng. Von den drei Fahrzeugen passen nur zwei rein. Und es gibt keine Lüftung. Doch jetzt zeichnet sich eine Lösung für die ehrenamtlich Engagierten der Berchtesgadener BRK-Bereitschaft ab. Der Marktgemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, dem Roten Kreuz ein Grundstück für den Bau eines Funktionsgebäudes zur Verfügung zu stellen. Zur Not sogar umsonst. Das Grundstück liegt allerdings in Bischofswiesen.


Auf Antrag der Berchtesgadener Bürgergruppe (BBG) und den Freien Wählern (FW) kam das Thema nun nach einiger Verzögerung auf die Tagesordnung. Und eine mögliche Lösung des Platzproblems gleich dazu. Die Marktgemeinde möchte ein Grundstück im Bischofswieser Färberwinkel dem BRK »zweckgebunden« veräußern. Und zwar kostenlos. Denn das Rote Kreuz ist knapp bei Kasse.

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Mit dieser Lösung scheinen alle Beteiligten zufrieden zu sein. »Ein eigener Standort ist die beste Lösung«, betont Marktbürgermeister Franz Rasp. »Es freut mich, dass wir eine einhellige Lösung finden konnten.« FW-Fraktionssprecher Michael Koller sieht das genauso. »Diese Lösung ist ganz in unserem Sinne«, so Koller, »die BRK-Bereitschaft erfüllt wichtige Sicherheitsaufgaben im Talkessel, vor allem im Katastrophenschutz«. Das findet auch BRK-Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz. Ein schlichtes Funktionsgebäude soll im Färberwinkel entstehen, »das Einfachste vom Einfachen«. Für das BRK sei diese langfristige Lösung sehr sinnvoll. Wie Kurz erklärt, seien aber noch viele baurechtliche Fragen zu klären. Und natürlich, wie die Finanzierung funktionieren könnte. »Etwa 50 000 Euro haben wir momentan zu Verfügung«, erklärt Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz. Erste Kalkulationen haben jedoch einen Kostenrahmen von 200 000 Euro ergeben. Ein Rückbau des betroffenen Gebäudeteils des Berchtesgadener Rathauses würde 150 000 Euro kosten. Außerdem müssten mehrere Parkplätze gesperrt werden, um reibungslose Einsätze zu gewährleisten. Im Bischofswieser Rathaus wartet man derweil auf die ersten Planfassungen, die laut Kurz inzwischen fertig sind. »Wir werden uns das natürlich sofort anschauen«, sagt der Geschäftsleiter der Gemeinde Bischofswiesen, Rupert Walch. Christian Fischer

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