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Für Offenheit, Transparenz und Miteinander – Traunreuts neuer Bürgermeister vereidigt

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Traunreuts neuer Bürgermeister Hans-Peter Dangschat wurde vereidigt
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Als ältester Stadtrat mit 69 Jahren hatte Alfred Wildmann (FW, rechts) die Ehre, den neuen CSU-Bürgermeister Hans-Peter Dangschat zu vereidigen. (Foto: Rasch)

Traunreut – »So wahr mir Gott helfe«: Der neugewählte 1. Bürgermeister der Stadt Traunreut, Hans-Peter Dangschat (CSU), sowie seine beiden Stellvertreter und die zwölf neuen Stadträte wurden in der konstituierenden Sitzung des Stadtrats vereidigt.


Die Sitzung im Saal des k1 verlief flott, zügig und ohne größere Diskussion. Deshalb entfällt auch die für den Donnerstag angesetzte zusätzliche Stadtratssitzung. Das Rennen um die Wahl des 2. Bürgermeisters gewann Reinhold Schroll (CSU). Zum 3. Bürgermeister wurde Johannes Danner (Bürgerliste) gewählt. Die bisherige 3. Bürgermeisterin Gerti Winkels hatte auf eine Wiederwahl verzichtet.

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Alfred Wildmann (69) von den Freien Wählern nahm als ältestes Mitglied des Stadtrats Hans-Peter Dangschat den Amtseid ab. In seiner Auftaktrede sprach sich Dangschat für Offenheit, Transparenz und Miteinander aus. Diesen Dreiklang gelte es mit dem Stadtrat, der Verwaltung und im Umgang mit den Bürgern zu wahren, sagte er.

Mit regelmäßigen Klausurtagungen sowie einer frühzeitigen Zustellung der Beschlussvorlagen und einem offenen Zugang zu allen Mitarbeitern in der Verwaltung möchte Dangschat dem Gremium bestmögliche Bedingungen verschaffen. Mehr Ortstermine, den Dialog zu den Bürgern zu verstärken, indem die Bürgerversammlungen künftig wieder in allen drei Ortsteilen (Traunreut, Traunwalchen, Stein an der Traun) stattfinden sollen, hat sich das neue Stadtoberhaupt ebenso auf seine Fahnen geheftet, wie die Stärkung der Rechte der Referenten. Eine klare Vorstellung hat Dangschat auch, gewisse Aufgaben an seine Stellvertreter zu übertragen: »Ich möchte meine Stellvertreter mehr mit einbinden und die Aufgaben verteilen.«

Zweimal keine Mehrheit für Konrad Unterstein

Für die Wahl des 2. Bürgermeisters schlug Bernhard Seitlinger als Vertreter der CSU und größten Fraktion Reinhold Schroll vor. Schroll genieße als langjähriger Stadtrat und als Fraktionsvorsitzender der CSU unter den Stadtratskollegen eine große Anerkennung und habe sich in den vergangenen Jahren auch verwaltungstechnisch viel angeeignet, sagte Seitlinger. Aber auch die Freien Wähler meldeten als zweitstärkste Fraktion ihren Anspruch auf den Bürgermeister-Stellvertreter an.

Matthias Bauregger schlug den Fraktionssprecher Konrad Unterstein vor. Unterstützung bekamen die Freien Wähler von der neuen Gruppierung L!Z, die neben der AfD und der Bayernpartei neu in den Stadtrat eingezogen ist. Andreas Füssel (AfD) vertrat die Meinung, dass durch einen Bürgermeister-Stellvertreter einer anderen Partei die Gemeinsamkeit gestärkt und Kuppeleien vermieden werden könnten. Dr. Jürgen Winter und Michael Mollner (L!Z) unterstützten ebenfalls den Vorschlag, einen Bürgermeister-Stellvertreter aus den Reihen der Freien Wähler zu stellen.

Von den 31 abgegebenen Stimmen entfielen 18 auf Reinhold Schroll und 13 auf Konrad Unterstein. Letzterer wurde auch als Kandidat für den 3. Bürgermeister vorgeschlagen, musste sich aber Johannes Danner von der Bürgerliste geschlagen geben. Danner erhielt 18 Stimmen, Unterstein neun Stimmen. Als weitere Kandidatin erhielt Helga Zembsch von den Grünen vier Stimmen.

Neben der Benennung der Fraktionsvorsitzenden und Gruppensprecher und deren Stellvertreter sowie der Bestellung der Referenten, musste auch die Geschäftsordnung für den Stadtrat festgelegt werden. Hierzu gab es bereits einen ersten Antrag. Dr. Jürgen Winter (L!Z) regte an, den Beginn der Sitzungen, die in der Regel um 16 Uhr beginnen, um eine Stunde auf 17 Uhr nach hinten zu verschieben. Winter begründete seinen Antrag damit, dass 16 Uhr für berufstätige Stadträte aber auch für etwaige Sitzungsbesucher zu früh sei.

Der Antrag wurde jedoch mit 26:5 Stimmen abgelehnt. Bürgermeister Dangschat hatte darauf hingewiesen, dass eine Verschiebung des Sitzungsbeginns auch wegen der Teilnahme der Vertreter der Verwaltung an den Sitzungen schwierig würde. Reinhold Schroll erinnerte daran, dass die Sitzungen des Kreistags schon vormittags beginnen: »Wir sollten es bei 16 Uhr belassen. Die Sitzungen dauern ohnehin oft bis 20 Uhr«, so Schroll.

Fraktionssprecher und Ausschuss-Besetzungen

Fraktionssprecher der Bürgerliste ist Josef Winkler, Stellvertreter ist Roger Gorzel. Für die CSU übernimmt Bernhard Seitlinger den Vorsitz, Andrea Haslwanter ist seine Stellvertreterin.
Den Vorsitz bei den Grünen übernimmt Martin Czepan (Stellvertreterin Helga Zembsch) und bei den Freien Wählern Konrad Unterstein (Stellvertreter Matthias Bauregger).
Oliver Krogloth ist Sprecher der AfD (Stellvertreter Andreas Füssel) und Markus Schupfner vertritt die Bayernpartei als Sprecher (Stellvertreter Stephan Mirbeth).
Michael Mollner ist Sprecher der L!Z (Stellvertreter Dr. Jürgen Winter) und Christian Stoib vertritt die SPD (Stellvertreterin Gerti Winkels).

Die Sitzverteilung für den Bau-, Haupt-, Kultur-, Verkehrsund den Werkausschuss wurde wie folgt festgelegt: CSU drei Sitze, FW zwei Sitze, Grüne, L!Z, SPD, Bayernpartei und Bürgerliste je einen Sitz. Im Rechnungsprüfungsausschuss hat die CSU zwei Sitze, die Bürgerliste, Freien Wähler, Grüne, L!Z und SPD je einen Sitz.

Im Bauausschuss sitzen künftig: Josef Winkler, Markus Schupfner, Johann Jobst, Günther Dorfhuber, Alexander Gruber, Veronika Lauber, Paul Obermeier, Adolf Trenker, Michael Mollner und Christian Stoib.

Dem Hauptausschuss gehören an: Johannes Danner, Stephan Mirbeth, Bernhard Seitlinger, Hans Kneffel, Andrea Haslwanter, Helga Zembsch, Konrad Unterstein, Matthias Bauregger, Michael Mollner und Christian Stoib.

Im erweiterten Ausschuss für Verkehr und Mobilität sitzen Roger Gorzel, Stephan Mirbeth, Simon Bauer, Matthias Bauregger, Paul Obermeier, Dr. Jürgen Winter, Gerti Winkels, Bernhard Seitlinger, Alexander Gruber und Reinhold Schroll. Auch hier wurden jeweils zwei Stellvertreter benannt.

Den Kulturausschuss bilden Josef Winkler, Markus Schupfner, Helga Zembsch, Konrad Unterstein, Alfred Wildmann, Dr. Jürgen Winter, Christian Stoib, Stephanie Gampert-Straßhofer, Angelika Zunhammer und Johann Jobst.

Der Werkausschuss besteht aus Josef Winkler, Markus Schupfner, Martin Czepan, Adolf Trenker, Alfred Wildmann, Dr. Jürgen Winter, Gerti Winkels, Hans Kneffel, Günther Dorfhuber und Ingo Plontsch.

In den Rechnungsprüfungsausschuss wurden Johannes Danner, Stephan Mirbeth, Simon Bauer, Michael Mollner, Gerti Winkels, Andrea Haslwanter und Matthias Bauregger berufen. ga