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Fußball-Legende di Stéfano nach Herzinfarkt im Koma

Madrid (dpa) - Die spanisch-argentinische Fußball-Legende Alfredo di Stéfano liegt nach einem Herzinfarkt im Koma. Der 88-Jährige sei am Samstagnachmittag in ein Madrider Krankenhaus eingeliefert worden, meldete die Zeitung «El País» unter Berufung auf die Rettungskräfte in ihrer online-Ausgabe.

Alfredo di Stéfano
Fußball-Legende Alfredo di Stéfano 2010 bei der Präsentation seines Buches. Foto: Juan M. Espinosa Foto: dpa

Sein Leben hänge davon ab, wie die nächsten Stunden verliefen, hieß es am Abend. Di Stéfano, der neben Pelé, Maradona, Franz Beckenbauer und Johan Cruyff zu den besten Fußballern der Welt gehörte, hatte bereits im Vorjahr einen Infarkt erlitten. Seit 2005 trägt er einen Herzschrittmacher.

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Der gebürtige Argentinier und spätere Spanier war der unumstrittene Chef des legendären Teams von Real Madrid, das von 1956 bis 1960 fünf Mal in Folge den Europapokal der Landesmeister gewann. Real Madrid ernannte di Stéfano 2000 zum Ehrenpräsidenten. Der am 4. Juli 1926 in Argentinien geborene Spieler und Trainer hatte erst am Freitag seinen 88. Geburtstag gefeiert. Di Stefano sei mit seiner Familie in der Nähe des Estadio Santiago Bernabeu zum Essen gewesen, als ihm plötzlich übel wurde, berichtete «El País».

Argentiniens Viertelfinaltorschütze Gonzalo Higuaín hat sich besorgt über den gesundheitlichen Zustand di Stéfanos geäußert. «Das ist keine gute Nachricht. Für den Fußball, für uns, für alle, die Alfredo nahen stehen», sagte der Mittelstürmer nach dem 1:0-Sieg über Belgien in Brasília. «Ich schicke ihm meine besten Wünsche», betonte Higuaín, der vor seinem Wechsel zum SSC Neapel bei Real Madrid spielte.

Der «blonde Pfeil», wie er wegen seiner Schnelligkeit genannt wurde, verband die spielerische Leichtigkeit eines Franz Beckenbauer mit der Torgefährlichkeit eines Gerd Müller. «Di Stéfano ist der kompletteste Spieler, den ich je gesehen habe», würdigte der frühere Bundestrainer Sepp Herberger die Fähigkeiten des Alleskönners. Don Alfredo schoss in mehr als 600 Spielen für Real über 400 Tore und wurde mit den «Königlichen» zwischen 1954 und 1964 acht Mal spanischer Meister.

Mit seiner spielerischen Eleganz wurde er zum Synonym für das «weiße Ballett», das Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre den Fußball in Europa dominierte. Seine Karriere begann 1943 bei River Plate in Buenos Aires. Über Bogotá in Kolumbien gelangte er nach Spanien.

Bericht in El País