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Gästerekord rund um den Waginger See

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Zufriedene Gesichter bei den Touristikern rund um den Waginger See. Die Gemeinden Waging, Kirchanschöring, Taching, Petting, Wonneberg, Tittmoning und Fridolfing verbuchen im abgelaufenen Jahr mehr als 570 000 Übernachtungen und stellen damit einen neuen Gästerekord auf. Von links: Stefan Semmelmayr, Geschäftsführer des Chiemgau-Tourismus e.V., Eva Gruber, die Tourismuschefin der Seegemeinden, und Oswald Pehel, der Geschäftsführer Tourismus Oberbayern und München e.V. (Foto: Hobmaier)

Waging am See – Die Tourismusvereinigung der Anrainergemeinden rund um den Waginger See zieht für das abgelaufene Jahr eine sehr positive Bilanz. So gab es in den Gemeinden Waging, Kirchanschöring, Taching, Petting, Wonneberg, Tittmoning und Fridolfing mit mehr als 570 000 Übernachtungen einen neuen Rekord.


Zudem erhielt die Marktgemeinde Waging vom Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten die Auszeichnung als »Genussorte Bayerns«.

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»Wir sind die Region der vielen kleinen Abenteuer«, bezeichnete Geschäftsführerin Eva Gruber in ihrem Bericht die Leistungen der Vermieter sowie die Angebote rund um den Waginger See. Neben dem klassischen Badeerlebnis reichen die Angebote von Kräuter- und Beerenwanderungen, über kulinarische Genussreisen, einem breitem Wander- und Radfahrangebot, Naturfotografiekursen, Kultur- und Musikangeboten bis hin zum Renkenfischen auf dem See, dem »Grand Prix im Rennstadl« auf der Carrera-Bahn, Fußballgolf mit Ex-Löwentrainer Werner Lorant und einer Hofladenradtour, bei der man die lokalen Gaumenfreuden entdecken kann.

Einziger Wermutstropfen der überaus erfolgreichen Saison war die lange Schlechtwetterperiode im September und das daraus resultierende Ausbleiben der Gäste. »Wir jammern aber hier auf sehr hohem Niveau«, so Eva Gruber. Es ist das erklärte Ziel, die Beliebtheit der Region zu erhalten und auszubauen. Und dafür wird in allen Gemeinden viel getan. Besonders die Beteiligung am Tourismuskonzept der Ökomodellregion Waginger See und Rupertiwinkel lieferte dabei eine breite Palette an Ideen und Möglichkeiten, die teilweise bereits umgesetzt werden konnten. Auch in diesem Jahr wird das Angebot um das ein oder andere kleine Abenteuer erweitert.

In Sachen Werbung sei man gut aufgestellt. So nutzt man das vielfältige Angebot der Printmedien, zudem sei man in allen digitalen Kanälen vertreten. Zahlreiche Messebesuche in Deutschland und im benachbarten Ausland sorgen für einen hohen Bekanntheitsgrad der Urlaubsregion Waginger See. Eine breit gefächerte und moderne Palette an Broschüren und Flyern runden das Portfolio der Seegemeinden ab. Die »Waginger See Hoibe«, ein Biobier aus der Region, habe sich zu einem wahren Kassenschlager entwickelt, so Eva Gruber, und der »Waginger See Kas« erfreue sich ebenso zunehmender Beliebtheit.

Der ehemalige Leiter der Tourist-Info in Waging und heutiger Geschäftsführer des Tourismus Oberbayern, Oswald Pehel, zollte den Wagingern großen Respekt. »Ihr bietet eine breite Palette an Möglichkeiten und vermarktet unser gemeinsames Produkt »Genuss« richtig gut. Insgesamt erfreue sich Oberbayern großer Beliebtheit, was die kontinuierlich steigenden Übernachtungszahlen zeigen. Insbesondere München, aber auch der gesamte Chiemgau könnten sich über einen Aufwärtstrend an Gästezahlen freuen. Abschließend warb er für die Digitalisierungsoffensive Oberbayerns. Das Onlinemarketing sei die Zukunft und hier dürfe man keinesfalls den Anschluss verlieren.

»Es muss nicht immer Neuschwanstein oder eine neue Weltrekordseilbahn auf die Zugspitze sein«, brachte es der Geschäftsführer des Chiemgau-Tourismus e.V., Stefan Semmelmayer, auf den Punkt. Rund um den See findet sich ein riesen Angebot, dass eine große Zielgruppe anspreche. Das sei der richtige Ansatz. Zudem sei bei den Übernachtungen für jeden Geschmack etwas zu finden. Neben den privaten Unterkünften und dem derzeit so beliebten Campingmöglichkeiten, fänden sich eine Reihe ganz vorzüglicher gewerblicher Herbergsbetriebe.

Bei der Diskussion kamen die Vermieter selbst zu Wort und machten deutlich, dass sie mit der Vermarktung ihrer Ferienregion sehr zufrieden sind, formulierten aber auch einige Verbesserungsvorschläge. Eine Frage lautete, ob die Kurtaxe für die Nebensaison heute noch zeitgemäß sei. »Heute kriegt man für 50 Cent doch überhaupt nichts mehr!« Ein weiterer Punkt, den sich die Vermieter wünschen, ist eine gemeinsame Gästekarte aller Gemeinden. Hier sollen alle »kleinen Abenteuer« in einer gemeinsamen Karte zusammengefasst werden. Zum Abschluss des Abends zollte die Waginger Tourismuschefin, Eva Gruber, allen Vermietern ihren großen Respekt und dankte ihnen für den Einsatz um das Gästewohl am Waginger See. Hob