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Gag-Dichte wie aus der Konfetti-Kanone

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Einen entspannt-heiteren Abend in der Kulturfabrik boten Mark 'n' Simon ihrem Publikum im NUTS. (Foto: B. Heigl)

Sie sind treu wie Gold, denn sie waren nun schon zum 15. Mal in der ausverkauften Traunsteiner Kulturfabrik NUTS zu Gast. Die Rede ist hier von dem walisisch-irischen Duo Mark 'n' Simon. Die nun schon seit vielen Jahren in München lebenden Music-Comedians zündeten ein wahres Feuerwerk an Gags. Absurde Komik, gepaart mit einem unglaublichen Fundus an Bühnenrequisiten wie Perücken, falschen Zähnen, Hüten, Armverlängerungen, und Masken, mit deren Hilfe sie sich blitzartig in Freaks verwandelten, die aus den Wahnvorstellungen eines LSD-Rausches entsprungen schienen, ließ das Publikum aus dem Lachen und Staunen gar nicht mehr herauskommen.


Mit Frank Zappas »Bobby Brown«, Sinatras »My Way« und Joe Cockers »With a little help from my Friends« und einer echt schrägen Mick-Jagger- und Ron-Wood-Persiflage, um nur einige der Musik-Parodien des Abends zu nennen, verblüfften die Künstler das Publikum, das nicht nur die große Musikalität der beiden bejubelte, sondern auch die pointierte Darstellung der speziellen Merkmale der Persiflierten. Mark 'n' Simon boten ein wahres Monster-Programm an Slapstick, Musik, und Improvisation, das aber, ohne anstrengend zu sein; so gestaltete sich der Abend erstaunlich entspannt und sehr heiter, trotz einer Gag-Dichte wie aus einer Konfetti-Kanone.

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Der britische Gastmusiker Raymond King war diesmal auch mit von der Partie. Er spielte gemeinsam mit Mark 'n' Simon – beide Gitarre – die Hippie-Hymne »Lokomotive Breath« von Jethro Tull und meisterte das berühmte Querflöten-Solo daraus virtuos und beseelt. Das Publikum tat seine Freude darüber mit einem enthusiastischen Applaus kund. Ein monströses Basssaxofon hatte der Musiker neben vielem anderen Blech auch noch im Gepäck, welches dann bei dem Song »Stand by me« von Ben E. King zum Einsatz kam und man staunte nicht schlecht über dieses außergewöhnliche Instrument. Mit dem Louis-Armstrong-Song »What a wonderful World« verabschiedeten sich die Künstler. Das Publikum sang noch einmal mit und bedankte sich gerührt für den »wonderful Evening« mit einem warmherzig-begeistert geklatschten Applaus. Barbara Heigl