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Gastronomie-Nachwuchs mit Kreativität

Freilassing - In den modern ausgestatteten Räumen der Staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land in Freilassing traten jetzt an verschiedenen Tagen insgesamt 102 junge Leute nach Absolvierung ihrer dualen Berufsausbildung zur Abschlussprüfung an. Die angehenden Gastronomie-Fachkräfte, die sich der von Armin Roßmeier geleiteten Prüfungskommission der Industrie- und Handelskammer für München und 0berbayern stellten, kamen nicht nur aus dem heimischen Landkreis, sondern auch aus den Landkreisen Altötting, Rosenheim, Bad Tölz und aus Würzburg.

Die gute Ausstattung der Gastronomie-Abteilung der Freilassinger Berufsschule und die stets gut funktionierende Zusammenarbeit mit Berufsschul-Direktorin Rosa Mayer und den verantwortlichen Lehrkräften hätten die IHK bewogen, die Prüfung auch für junge Leute aus anderen Landkreisen hier durchzuführen, erklärten IHK-Gremiumsvorsitzender Klaus Lastovka und der Vorsitzende der Prüfungskommission. Insgesamt 35 ehrenamtliche Prüfungsmeister schauten den Prüflingen bei ihrer fachpraktischen Abschlussprüfung genau auf die Finger und bewerteten die Leistungen nach einem vorgegebenen System. Dabei hatten die 57 angehenden Köche in den Schulküchen aus vorgegebenen Zutaten ein Menü zuzubereiten. Die 45 künftigen Hotel- und Restaurantfachleute hatten die Aufgabe, die Tische im Servierraum der Schule vorschriftsmäßig einzudecken, für einen optisch einladenden Rahmen zu sorgen und dann auch die aus den Küchen kommenden Speisen und dazu passende Getränke freundlich und korrekt zu servieren.

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Damit sie das auch praxisnah tun konnten, hatten Berufsschuldirektorin Mayer und IHK-Gremiumvorsitzender Lastovka zu jedem Prüfungstag Repräsentanten aus der heimischen Wirtschaft und der Politik eingeladen, um als Gäste zu fungieren. Sie wurden bereits am Eingang zur Gastronomieabteilung der Berufsschule von jungen Leuten aus der im gleichen Hause untergebrachten Staatlichen Berufsfachschule für gastgewerbliche Berufe mit für alle Sinne erfrischenden Cocktails willkommen geheißen.

Danach führte die Direktorin die Gäste in den Servierraum, wo sie an den von Prüflingen bereits festlich eingedeckten Tischen Platz nehmen konnten. Bei freundlich servierten Getränken warteten sie jeweils gespannt auf die Kostproben, die ihnen serviert werden sollten. An dem Tag, an dem wir dabei waren, hatten die Koch-Prüflinge jeweils die Zutaten für eine Ouvertüre von Forelle und Garnelen, für eine Hauptspeise aus Lammrücken und Sommergemüse und für eine Dessert-Variation von Erdbeeren und Pfirsichen zur Verfügung gestellt bekommen. Der Inhalt dieses »Warenkorbes« war den Prüflingen schon sechs Wochen vorher mitgeteilt worden. Sie hatten damit die Möglichkeit, sich im Vorfeld schon auf die Prüfungsaufgabe vorzubereiten.

Das, was die Prüflinge daraus machten, fiel aber dann auch optisch doch recht unterschiedlich aus. So mancher Prüfling bewies überdurchschnittliche Kreativität und das von ihm gezauberte Gericht fand besondere Anerkennung bei dem, der es verkosten durfte. Man erhielt an diesen Prüfungstagen in Freilassing einen guten Eindruck von der Leistungsfähigkeit des Gastronomie-Nachwuchses, auf die man im vom Tourismus geprägten Landkreis Berchtesgadener Land besonderen Wert legt. -oo-