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Gedenken mit roten Blumen

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Rote Blumen für Rosa und Karl
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Auch Politiker erinnerten am Sonntag an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Foto: Jörg Carstensen/dpa Foto: dpa

Schulen und Straßen sind nach ihnen benannt: Die Namen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht begegnen einem in Deutschland häufiger. Nun gingen Menschen auf die Straße, um an sie zu erinnern.


Berlin (dpa) - Mit roten Blumen versammelten sich die Menschen auf dem Friedhof. Auch von dem schlechten Wetter ließen sie sich am Sonntag nicht abhalten. An einem großen Gedenkstein erinnerten sie an zwei bekannte Menschen: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

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Vor allem in Berlin begegnen einem diese beiden Namen ständig. Schulen sind nach ihnen benannt, Straßen, Plätze und Gebäude. Die beiden lebten vor hundert Jahren in Berlin. Doch warum erinnern wir heute noch an sie?

Damals ging es bei uns ziemlich turbulent zu. Der Erste Weltkrieg war gerade zu Ende gegangen. Millionen Menschen waren im Krieg gestorben. Frauen und Kinder lebten zu Hause häufig in Armut und hatten zu wenig zu essen.

Nach dem Ende des Krieges im Jahr 1918 fragten sich viele: Wie soll es jetzt weitergehen? Die Stimmung war angespannt. Der deutsche Kaiser musste seinen Posten räumen. Verschiedene Gruppen kämpften nun um die Macht. Immer wieder kam es zu Protesten.

Auch Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht stritten für ihre Ideen und Vorstellungen. Sie wollten etwa mehr Rechte für Arbeiter und einfache Soldaten durchsetzen. Mit den Plänen der Regierung, schnell Wahlen abzuhalten, waren sie nicht einverstanden. Sie wollten, dass die einfachen Leute noch mehr direkt die Politik beeinflussen können.

Anfang des Jahres 1919 organisierten die Aufständischen einen großen Aufstand. Er wurde brutal niedergeschlagen. Kurz danach wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht erst festgenommen und dann umgebracht.

An diesen Mord vor genau hundert Jahren erinnerten die Menschen am Sonntag in Berlin. Manche gingen sogar mit roten Fahnen und Plakaten auf die Straße. Überall waren die zwei Namen zu lesen: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.