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Geheimnis um eine österreichische Serviette

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Serviette
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Wie die Kaiserserviette gefaltet wird, wissen nur wenige. Foto: Matthias Röder/dpa Foto: dpa

Manchmal sind sie gerollt, manchmal kunstvoll zum Fächer gefaltet: Wenn du Servietten nicht einfach neben den Teller legen willst, hast du viele Möglichkeiten. Im Land Österreich gibt es eine ganz besondere Serviette. Bei wichtigen Essen des Staates kommt die Kaiser-Serviette auf den Tisch. Das große Leinentuch ist zu einer Blume gefaltet, einer Lilie. Und diese umgibt ein gut gehütetes Geheimnis: Denn wie der Stoff gefaltet wird, wissen nur wenige!


Die Anleitung ist angeblich nirgends aufgeschrieben. Das Geheimnis wird mündlich weitergegeben. Aline Schwabl und Bibiana Fugger sind häufig für das Falten zuständig. Wie es geht, haben sie von ihren Vorgängerinnen erfahren. Die beiden Frauen arbeiten in der Silberkammer der Hofburg in Wien. Dort sind etwa wertvolle, alte Bestecke ausgestellt.

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Das Falten der Serviette dauere jeweils schon drei, vier Minuten, sagt Frau Fugger. In die Blütenöffnungen kommen am Ende eine Semmel und eine dicke Salzstange. »Das stabilisiert die Serviette zusätzlich«, erklärt Frau Schwabl.