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Geläut der Salinenkapelle ist nicht im besten Zustand

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Zwei Glocken hängen in der Salinenkapelle. Sie müssen noch von Hand geläutet werden. Nun ist geplant, das Geläut zu elektrifizieren. Die Glocke rechts stammt aus dem Jahr 1723 und hing ursprünglich im Kloster Seeon.

Traunstein – Das Geläut in der Salinenkapelle ist nicht in bestem Zustand – und muss auch noch von Hand betrieben werden. Nun hat sich der Verein Freunde der Benediktglocke bereit erklärt, sich um eine mögliche Elektrifizierung zu kümmern. Unterstützung haben dazu auch die Traunsteiner Gebirgsschützen signalisiert, ist doch die Salinenkirche gewissermaßen ihre »Hauskapelle«.


Der zweite Vorsitzende des Glockenvereins, Karl Schulz, hat diesbezüglich schon vor einiger Zeit mit dem »Hausherrn«, Stadtpfarrer Georg Lindl, Kontakt aufgenommen. Auch Lindl würde sich freuen, wenn das aus zwei Glocken bestehende Geläut elektrifiziert würde.

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Man sei ein kleiner Verein, der bisher aber in Sachen Glocken schon Großes bewirkt habe, erklärte der Vorsitzende des Glockenvereins, Michael Mannhardt, gegenüber unserer Zeitung. Dabei erinnerte er an die Benediktglocke und das Geläut im Erzbischöflichen Studienseminar, an die Sanierung der Glocke in der Kirche St. Georg und Katharina im Stadtpark, an die Sanierung und Installation der jahrzehntelang in einer Garage gelagerten ehemaligen Heilig-Geist-Glocke im Sparzer Kircherl und an die Unterstützung der evangelischen Kirchengemeinde für die jüngste Glocke ihres Glockenquintetts.

All diese Projekte hätte der Verein alleine nicht stemmen können. Trotz umfangreicher ehrenamtlicher Tätigkeit und viel persönlichem Einsatz waren diese Projekte mit Kosten verbunden, die die Möglichkeiten des Vereins weit überstiegen. Doch es gelang stets mit Hilfe aus der Bevölkerung, die Finanzierung zu sichern. »Wir erhielten immer wieder Spenden, die es uns schließlich ermöglichten, unsere gesteckten Ziele zu erreichen«, so Mannhardt. Er hofft, dass auch das »Projekt Salinenkapelle« mit Unterstützung aus der Bevölkerung verwirklicht werden kann.

Die 1630/31 erbaute Salinenkapelle wurde 1671 dem Salzheiligen Rupert und dem heiligen Maximilian geweiht. Letzterer erinnert auch an den Namensvetter Herzog Maximilian (ab 1623 Kurfürst), den Gründer der Saline. Nicht zuletzt wegen des Salz-Jubiläums (400 Jahre Soleleitung und erster Sud), das die Stadt heuer begeht, würde es alle Beteiligten freuen, wenn das Geläut der Salinenkapelle noch heuer elektrifiziert werden könnte.

Verein freut sich über Spenden

Wer das Vorhaben unterstützen möchte, kann eine Spende mit dem Stichwort »Salinenkapelle« auf das Konto des Vereins Freunde der Benediktglocke bei der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg (IBAN: DE21 7105 2050 0008 2204 69) einzahlen. Auf Wunsch können Spendenquittungen ausgestellt werden. m