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Gelber Glanz für Doppelsieger Geiger

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Karl Geiger
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Karl Geiger hat seine starke Tournee-Form bestätigt und sich den Tagessieg in Val di Fiemme geholt. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa

Nach der starken Tournee nimmt Karl Geiger nun seinen bisher größten Titel ins Visier. Der Oberstdorfer fordert nach zwei Siegen Japans Überflieger Ryoyu Kobayashi heraus - und darf mit einem besonderen Trikot nach Titisee reisen.


Val di Fiemme (dpa) - In seinem frisch eroberten Gelben Trikot des Gesamtführenden verspürte Karl Geiger kindliche Freude - und krönte prompt ein perfektes Wochenende. »Ein Traum wird wahr. Mein erstes Mal im Gelben Trikot«, schrieb der beste deutsche Skispringer in den sozialen Netzwerken.

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Mit weit aufgerissenem Mund posierte Geiger samt seinem glänzenden Souvenir für die Fotografen, die Tage in Val di Fiemme in Italien liefen für den 26 Jahre alten Allgäuer ideal: Geiger gewann erst am Samstag und dann auch noch am Sonntag und distanzierte den Japaner Ryoyu Kobayashi um weitere 94 Weltcup-Punkte. »Das war richtig geil«, jubelte Geiger.

Der Vierschanzentournee-Dritte wird das wertvolle Führungstrikot mit zum Weltcup-Heimspiel in Titisee-Neustadt am kommenden Wochenende nehmen. »Steht dir gut!«, hatten ihm schon die Teamkollegen am Samstagabend zugeraunt, als sich für Geiger nach zwei exzellenten Flügen auf 104,5 und 103,5 Meter ein Traum erfüllt hatte. »Mehr geht eh nicht. Das ist etwas Besonderes. Das freut mich unglaublich«, hatte Geiger betont. Das Gelbe Trikot habe zwar »identisches Material« wie sein übliches Leibchen, »aber ich fühle mich sehr wohl darin«.

Und auch der erste Auftritt in Gelb gelang »Karle«, der in diesem Winter erstmals so richtig aus dem Schatten seiner Teamkollegen Markus Eisenbichler und Co. springt, vollends. Nach seinem Sieg in der Quali sprang Geiger im Wettbewerb auf 107 und 103,5 Meter. Das reichte erneut deutlich zu Platz eins. »Gratulation an Karl, sehr gut. Er wird immer besser. Mit so einer Form kann man jedes Springen gewinnen«, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher.

Für den neuen Chefcoach sind die Erfolge Geigers eine große Erleichterung. Der 50 Jahre alte Tiroler hatte einen schweren Start in den Winter und freut sich umso mehr, dass die Konstanz seines Ausnahmeathleten nun mehr und mehr belohnt wird. »Das fühlt sich natürlich super an. Es war an der Zeit, dass der Karl jetzt endlich mal gewinnt. Er war wirklich sehr gut«, lobte Horngacher. Geiger ist ein Muster an Konstanz, er schnitt diese Saison noch nie schlechter als Platz acht ab.

Zum Gelben Trikot sagte der Springer voller Freude: »Ich glaube schon, dass man das einrahmen kann. Das kriegt einen Spezialplatz, das ist genial.« Umgemünzt auf andere Sportarten ist der bescheidene und ruhige Allgäuer nun die Nummer eins der Weltrangliste - und das möchte er im Kampf mit Kobayashi, Tournee-Sieger Dawid Kubacki und Stefan Kraft, der nach Rang zwei am Sonntag mit 120 Punkten Rückstand erster Verfolger im Gesamtweltcup ist, möglichst auch bis zum Saisonende im März bleiben. »Es wäre schön, aber es sind noch sehr, sehr viele Wettkämpfe«, relativierte Geiger.

Doch in Abwesenheit der verletzten Eisenbichler (Handgelenksverletzung), Andreas Wellinger (Kreuzbandriss) und Severin Freund (Trainingsrückstand) läuft es nicht nur bei Geiger super, sondern auch bei seinen Teamkollegen ordentlich. Constantin Schmid überzeugte im Fleimstal mit einem fünften Platz, Stephan Leyhe belegte die Ränge 6 und 14. »Echt einen Wahnsinn« nannte Youngster Schmid einen seiner Sprünge am Samstag. Mit dieser Freude und diesem Selbstbewusstsein wollen die DSV-Adler nun auch das Heimspiel im Schwarzwald in Angriff nehmen.

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