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Geld durch Zusammenarbeit

Bischofswiesen – Eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen strebt Bürgermeister Toni Altkofer, Bürgermeister von Bischofswiesen, an. Seine Hoffnung: Spezielle Städtebauförderungsprogramme könnten bei Projekten im Ortsbereich, etwa dem maroden Bahnhof, für zusätzliche finanzielle Mittel sorgen.

Bürgermeister Toni Altkofer hofft auf Geld aus Förderprogrammen. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Der Bahnhof von Bischofswiesen ist in einem schlechten Zustand: hässlich, marode, kein Aushängeschild für eine Gemeinde wie Bischofswiesen. Im Gemeinderat wird immer mal wieder das Thema auf die Agenda gesetzt, irgendwie kommt die Sache aber nicht in Gang. Obwohl laut eines Gemeinderatsmitglieds bereits Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer seine Finger im Spiel hat.

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Die Zusammenarbeit von Bischofswiesen mit seinen Nachbargemeinden setzt in der geplanten Weiterentwicklung des Ortszentrums an. »Unter anderem wird das alte Feuerwehrhaus demnächst umgebaut«, so Altkofer gegenüber der Heimatzeitung. Hinein soll eine entsprechende Räumlichkeit, in der etwa die Musikkapelle proben kann. Weiterhin ist ein Jugendraum geplant, darüber hinaus ein neuer Gemeinderatssitzungssaal. Parallel dazu soll die ortseigene Bücherei oberhalb der Kegelbahn einziehen.

Ein paar Steinwürfe weiter: der Bahnhof mit der unansehnlichen Brücke. Auch hier sollen, ohne einen genauen Zeitplan zu kennen, Maßnahmen eine Verbesserung des Gesamtbildes herbeiführen. Nur weiß man noch nicht, wer sich wie finanziell beteiligt. Bürgermeister Altkofer hofft, dass dann Städtebauförderungsprogramme greifen. Denn auch für die Förderung ländlicher Gemeinden gibt es spezielle Programme. Deutlich umfangreicher könnte die Förderung schließlich ausfallen, wenn die Gemeinden im Verbund kooperieren. Berchtesgaden hat sein »Ja« bereits gegeben. Und auch Marktschellenberg und die Ramsau wollen mitmachen und haben Pläne, Veränderungen im Ortsbereich anzustreben, weiß Altkofer.

Eventuell könnte auch Schönau am Königssee in den Verbund dazustoßen. Allgemeine Gespräche mit der Regierung von Oberbayern und den Gemeinden sollen noch in dieser Woche stattfinden. Landrat Georg Grabner ist auch informiert und unterstützt das Projekt. »Wir hoffen, dass sich relativ schnell etwas umsetzen lässt.« Kilian Pfeiffer