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Geld für Musikverein und Kindergarten

Übersee. Spendabel hat sich der Überseer Gemeinderat bei den Zuschussanträgen des Musikvereins und der katholischen Kirche gezeigt. Der Musikverein erhält heuer für die musikalische Früherziehung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen sowie für die Blaskapelle wie im Vorjahr einen Zuschuss von 7500 Euro. Dem katholischen Kindergarten wird die Hälfte des Defizits von 28 100 Euro aus dem Kindergartenjahr 2012/2013 erstattet.

Der Musikverein hat den Antrag mit seinem außergewöhnlich großen Beitrag zur musikalischen Früherziehung von derzeit 27 Kindern und zur Musikausbildung von 75 Kindern und Jugendlichen mit einem ähnlich hohen Niveau wie dem benachbarter Musikschulen begründet.

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Strohmayer wies weiter auf den Unterricht nach Stundenplan hin, »der für die Persönlichkeitsentwicklung und die Sozialkompetenz der Kinder und für die Jugendarbeit im Ort von großer Bedeutung ist.«

Was das Blasmusikorchester angehe, habe man sich nach den Worten des Vorsitzenden »einen weit über die Grenzen des Ortes hinausgehenden hervorragenden Ruf« erarbeitet. Das hohe Niveau erfordere allerdings ein erhebliches zeitliches, persönliches und auch finanzielles Engagement der Musiker, das sich nicht mit anderen Vereinen vergleichen lasse. Darüber hinaus wies Strohmayer auf die Dauerpräsenz der Blaskapelle für die Gemeinde bei öffentlichen Auftritten hin.

Entscheidend sei jedoch, dass »eine dauerhafte Existenz des Vereines und der Kapellen in der bisherigen Form und im bisherigen Standard nur über eine Förderung in dem beantragten Rahmen gewährleistet werden kann«, wie Strohmayer in seinem Antrag betonte.

»Wir können stolz auf unsere Musikanten und deren Engagement für die musische Nachwuchsausbildung sein«, sagte Bürgermeister Marc Nitschke. Er wies darauf hin, dass die Nachbarorte vergleichsweise mehr für ihre Blaskapelle zahlen müssten. Ohne Diskussion stimmten alle Gemeinderäte für die Fördersumme von 7 500 Euro.

»Trotz sparsamer Haushaltsführung konnte ein Defizit von rund 28 100 Euro nicht vermieden werden.« So hatte die katholische Kirchenstiftung St. Nikolaus ihren Antrag auf Beteiligung der Gemeinde begründet mit dem zusätzlichen Personalaufwand für die Mittagsbetreuung, mit zwei Vorpraktikantinnen für die beiden Kleinkindgruppen, mit dem hohen Verwaltungsaufwand für zwei Häuser mit zwei Heizungen sowie mit dem günstigen Elternbeitrag, besonders bei der Kleinkindbetreuung.

Bürgermeister Marc Nitschke betonte, dass die Gemeinde schon seit 2008 die Hälfte der Kindergartendefizite übernommen hatte und plädierte auch heuer dafür. Auch für diesen Zuschuss von 14 050 Euro gaben die Gemeinderäte ohne Diskussion einstimmig grünes Licht. bvd