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Geldschulden der Grund für versuchten Mord in Salzburg? Tatwaffe bleibt unentdeckt

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Blaulicht
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Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/Archiv Foto: dpa

Salzburg – Vermutlich wegen Geldschulden stach ein 22-jähriger Syrer am Dienstag im Stadtgebiet von Salzburg einen Landsmann auf offener Straße nieder. Das Opfer schwebte in Lebensgefahr. Nun laufen die Ermittlungen.


Am frühen Vormittag gerieten in der Bayerhammerstraße unweit der Kreuzung mit der Sterneckstraße zwei syrische Staatsangehörige im Alter von 31 und 22 Jahren aneinander. Die beiden Männer waren sich laut den Beteiligten über Geldschulden uneinig.

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Nach ersten verbalen Attacken dürfte der 22-jährige mutmaßliche Täter schließlich seinen Kontrahenten mit einem Messer im Bereich des Bauches unbestimmten Grades verletzt haben und floh anschließend vom Tatort. Ein bei dem Streit ebenfalls anwesender 19-jähriger Syrer, welcher laut eigenen Angaben versuchte den Streit zu schlichten, wurde durch Schnitte unbestimmten Grades an der rechten Hand verletzt. Er flüchtete daraufhin ebenfalls vom Tatort.

Das 31-jährige Opfer war selbst noch in der Lage, die Einsatzkräfte zu verständigen und der Polizei Hinweise auf den Täter zu geben. Die unmittelbar nach der Tat eingeleitete Fahndung führte kurz darauf zur Festnahme des 22-jährigen Beschuldigten an seiner Wohnadresse in der Nähe des Tatortes. Im Zuge der Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Salzburg konnte der drittbeteiligte 19-Jährige ausgeforscht und zum Tathergang befragt werden. Sowohl der 22-jährige Beschuldigte, als auch der 19-jährige Drittbeteiligte machten bisher zum Zustandekommen der Verletzungen beim 31-jährigen Opfer keine schlüssigen Angaben.

Eine Tatwaffe fand man trotz akribischer Tatortarbeit und intensiver Suche mittels Blutspurenspürhundes bis jetzt nicht. Nach der Erstversorgung wurde der verletzte 31-Jährige in das Landeskrankenhaus Salzburg eingeliefert und notoperiert. Er befindet sich außer Lebensgefahr, konnte jedoch noch nicht befragt bzw. zur Sache vernommen werden. Der 22-jährige Beschuldigte wurde nach Anordnung der Staatsanwaltschaft Salzburg in die Justizanstalt Puch-Urstein eingeliefert. Die Ermittlungen zum Motiv und dem genauen Tathergang dauern noch an.

Bei den Beteiligten handelt es sich um einen unsteten 31-jährigen Syrer, der sich überwiegend in Salzburg aufhält und dem mit Mai 2018 der Asylstatus rechtskräftig aberkannt wurde. Der 22-jährige Syrer hat als Asylberechtigter seinen Wohnsitz in Salzburg und der 19-jährige Syrer ist als Asylwerber im Flachgau untergebracht.

red/Polizei Salzburg