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Gelungener Auftakt der Frühjahrsrunde

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So lange Viktor Nagy das Ebersberger Tor hütete, blieb dieses sauber. Erst nach einer Verletzung des Klassetorhüters hatten die Gäste keine Chance mehr gegen die Bischofswieser Fußballer. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Bischofswiesen - Der FC Bischofwiesen setzte sich im ersten Spiel der Frühjahrsrunde mit einem überzeugenden 3:0-Erfolg über den Tabellensiebten TSV Ebersberg am Riedherrn hinweg. Dabei überraschten die Bischofswieser mit einem erfrischend guten Spiel und ließen den Münchener Vorstädtern recht wenig Möglichkeiten. Glück hatten die Platzherren allerdings, als der ansonsten gut leitende Schiedsrichter Yildiz Muharrem vom VfB Forstinning beim Spielstand von 1:0 für den FCB einen klaren Elfmeter für Ebersberg übersehen hatte. In dieser Phase hätte das Spiel kippen können.


Bei ungemütlichem, kaltem Winterwetter kamen gerade einmal an die 100 Zuschauer an den Riedherrn. Sie brauchten jedoch ihr Kommen nicht zu bereuen, zeigte der FC Bischofswiesen doch sein bisher mit Abstand bestes Saisonspiel. Alle Akteure spielten auf hohem Niveau und boten dem TSV Ebersberg, der das Hinspiel noch mit 2:0 gewonnen hatte, einen ebenbürtigen Kampf.

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Vom Anpfiff an gingen die Platzherren auf dem Kunstrasenplatz sehr engagiert zu Werke und setzten die Gäste unter Dauerdruck. Mit Fortdauer der Begegnung kamen aber sodann auch die Ebersberger immer besser ins Spiel.

Den ersten Warnschuss gab Markus Huthöfer vom FCB mit einem Bombenschuss aus 20 Metern knapp neben das Tor ab. Bischofswiesen blieb am Drücker und schon wenig später wehrten die Ebersberger nach guter Aktion von FCB-Mittelstürmer Sebastian Koller eine Aktion gerade noch ab. Doch auch der TSV Ebersberg kam zu Möglichkeiten. So als deren Bester Benedikt Platzer einen Schuss knapp neben das von Stefan Schnitzlbaumer sicher gehütete FCB-Tor setzte (15.). Auf der anderen Seite tankte sich Sebastian Vorberg durch, sein Schuss verfehlte jedoch das Tor deutlich (20.).

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war ersichtlich, dass Bischofswiesen völlig auf Augenhöhe mit den Gästen spielte und sogar die besseren Chancen besaß. Nach knapp einer halben Stunde kamen dennoch die Gäste durch Platzer zu einer weiteren ungenützten Möglichkeit. Und auch die nächste vielversprechende Aktion verzeichnete Ebersberg wiederum durch den jedoch glücklos agierenden Platzer.

Als sich der bis dahin tadellose Ebersberger Schlussmann Viktor Nagy in der 37. Minute bei einem Abwehrversuch eine Zerrung zugezogen hatte, neigte sich Glücksgöttin Fortuna endgültig den Platzherren zu. Diese nämlich gingen in der 43. Minute durch Abwehrchef Tobias Kern mit einem Freistoßtor in Führung. Der sicher unterkühlte Ersatztorhüter Zeno Zeller wurde von Kern förmlich auf dem falschen Fuß erwischt, und schon zappelte der Ball im Netz.

Auch mit Beginn des zweiten Durchganges ließen die Gäste nichts unversucht, das Ergebnis noch zu drehen. So kam Platzer zunächst zu einer weiteren Möglichkeit, ehe Ebersberg eine Minute darauf vehement einen Elfmeter forderte. FCB-Torhüter Schnitzlbaumer ging etwas ungestüm gegen Mittelstürmer Stefan Lechner zu Werke, doch der Schiedsrichter sah offensichtlich keine Notwendigkeit, einen Strafstoß zu geben.

Nach gut einer Stunde zirkelte Kunstschütze Sebastian Vorberg den Ball bei einem Freistoß denkbar knapp neben das Tor. Nur eine Minute später führte eine Klassekombination über Huthöfer, Koller und Freimanner zum 2:0 (64.). Jetzt war das Spiel praktisch für die Platzherren gelaufen. Den Schlusspunkt setzte neuerlich Pepe Freimanner, der nach einem Lattenabpraller von Koller per Kopf das 3:0 herstellte.

»Wenn wir immer so wie heute gespielt hätten, dann würden wir in der Tabelle viel weiter vorne stehen«, befand ein sichtlich erleichterter FCB-Trainer Walter Menauer.

Der zweite Saisonsieg ändert zwar derzeit noch nichts am Tabellenbild. Gleichwohl setzen derartige Erfolge weitere Zuversicht in die eigene Leistung. So darf man von der jungen Mannschaft des FCB sicher noch ein paar gute Ergebnisse erwarten.

»Heute hat meine Mannschaft all das umgesetzt, was ich von ihr gefordert habe. Man sieht auch deutlich die gute Trainingsbeteiligung, die Mannschaft hat Kondition und Biss«, analysierte Trainer Walter Menauer.

FC Bischofswiesen: Schnitzlbaumer; Strauch (46. Parma), Kern, Fendt, Hochreiter, Böttger, Huthöfer (79. Hirsch), Vorberg, Förg (82. Datzmann), Freimanner, Koller. cw