Gelungener Saisonauftakt im Allgäu

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Die Ringerstaffel des TSV Berchtesgaden stellte sich vor der Abreise nach Kempten noch zum Gruppenfoto. Mit einem klaren 26:7-Sieg kehrten die Athleten wenig später aus dem Allgäu in die Heimat zurück. (Foto: Christian Wechslinger)

Nach einem Jahr Meisterschaftspause begannen die Ringer des TSV Berchtesgaden die Saison in einer stark dezimierten Bayernliga mit einem Auswärtskampf beim SV Kempten.


Die Berchtesgadener Kraftsportler bewiesen im Allgäu mit einem 26:7-Sieg, dass sie die lange Wettkampfpause gut überstanden haben und wieder über eine kampfstarke Mannschaft verfügen. Die Gastgeber des SV Kempten waren recht chancenlos und konnten den Berchtesgadenern nur in zwei Kämpfen Paroli bieten. Dagegen sorgten die Athleten des TSV Berchtesgaden für fünf Schultersiege.

Nachdem die Klasse 57 Kilogramm von beiden Mannschaften nicht besetzt war, brachte Peter Fodor (G 130) den TSV Berchtesgaden mit einem 6:0-Punktsieg gegen Martin Spöttle mit 2:0 in Führung. Nur einmal ging Kempten in Front, da der Tscheche Libor Milichovsky in der Klasse G 61 sein Gegenüber Tobias Küpper mit 10:2 Punkten besiegte und damit seine Staffel mit 3:2 in Führung brachte.

Der zweite Ungar beim TSV Berchtesgaden, Tamas Fodor (F 98), drehte seinen Gegner Axel Bückle so oft durch, dass der ungleiche Kampf nach 3:53 Minuten beendet war und der TSV mit 6:3 in Führung lag. Die »Kampfmaschine« Lukas Laue (F 66) machte nach einer 7:0-Punktführung mit Sebastian Egger kurzen Prozess und landete einen Schultersieg zur 10:3-Führung.

Ob beim SV Kempten nach dem 18:2-Punktsieg mit Technischer Überlegenheit von Felix Bückle gegen Sebastian Lochner (G 86) Hoffnung aufkam, bleibt unbeantwortet. Jedenfalls verkürzten die Gastgeber mit einem 18:2-Erfolg in Technischer Überlegenheit auf 10:7. Daniel Petersen (G 71) vertrat seinen Bruder Alexander mit Bravour. Nach einem sehenswerten Blitzkopfzug beförderte Petersen den Kemptner Dominik Thomä in die Brücke und stand nach 48 Sekunden als Schultersieger fest. Auch Marius Mackamul (F 80) bewies seine technischen Fähigkeiten mit gekonnten Beinangriffen, hatte Achim Mettler schnell in der Brücke und beendete den Kampf ebenfalls mit einem Schultersieg. Jetzt stand es 18:7 für Berchtesgaden und der ungleiche Mannschaftskampf war vorzeitig entschieden.

Christoph Graßl (F 75 A) machte gegen Valentin Brutscher nach Beinangriffen und Aushebern bereits nach einer Minute kurzen Prozess und landete den nächsten Schultersieg. Den finalen Kampf gestaltete schließlich Benedikt Graßl (G 75 B) gegen Christian Hoffmann erfolgreich. Der ungleiche Kampf dauerte nach einem Armzug nur 38 Sekunden. Dann war sowohl diese Runde als auch der Mannschaftsbewerb schon nach knapp 25 Minuten mit 26:7 klar zugunsten des TSV Berchtesgaden entschieden.

»Alle unsere Athleten waren hoch motiviert. Jeder wollte sein Scherflein zum Sieg beitragen. Man hat gesehen, dass sich alle gut vorbereitet haben, und so dürfen wir uns auf noch viele schöne Mannschaftskämpfe in dieser Saison freuen«, zog Abteilungsleiter Hans Labacher ein positives Fazit. Am kommenden Wochenende pausiert der TSV Berchtesgaden, weil der TSC Mehring seine Mannschaft aus der Bayernliga zurückgezogen hat. Danach folgt ein Auswärtskampf in Untergriesbach, ehe am 25. September der erste Heimkampf im AlpenCongress gegen den SV Wacker Burghausen II steigt. Burghausen unterlag am ersten Kampftag beim SV Untergriesbach mit 7:28.

Christian Wechslinger