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Gemälde und textile Objekte

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Eva Kiss zeigt in Ruhpolding noch bis 30. Juni Kunstwerke wie »Letter 104«. (Foto: Gloßner)

In der Galerie Kaysser in Ruhpolding ist noch bis zum 30. Juni eine interessante Ausstellung mit Gemälden und textilen Objekten der beiden Künstlerinnen Eva Kiss und Constanze Kirmse zu sehen.


Eva Kiss ist in Memmingen geboren, lebt und arbeitet in München. Sie studierte Malerei, besuchte die Europäische Kunstakademie in Trier, erlernte dort die Siebdrucktechnik, dann ging sie an die Sommerakademie in Salzburg, bildete sich anschließend in Kunsttherapie weiter. Es folgten Studien der Malerei und Kunsttheorie. Mehrere Auslandsaufenthalte führten sie auch nach Peking, wo sie lebte und arbeitete.

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Ihr Repertoire ist breit gefächert und so bilden nicht nur Farben die Basis für ihre Kunstwerke, sondern auch die unterschiedlichsten Materialien wie Reispapier, Holz und Textilien. Sehenswert in der Ausstellung ist ein Tischtuch, auf das sie viele interessante Details gemalt hat. Die Arbeiten »Letter VII« und »Letter 104« aus dem Jahre 2017 sind in Mischtechnik auf Leinwand dargestellt.

Die Kunst von Eva Kiss entzieht sich jeglicher Kategorisierung. Zufälle werden mit den unterschiedlichsten Materialien auf verschiedenen Bildträgern festgehalten. Durch geometrische Raster dimensioniert sie Räume und verschleiert den Blick auf diese durch Überlagerungen. Anschließend werden Details wieder freigelegt, hervorgehoben und somit Vergessenes sichtbar gemacht. Eine weitere Quelle für die Kreativität von Eva Kiss ist die Poesie und so vermitteln ihre Bilder immer wieder neue, geheimnisvolle und spannende Inhalte.

Constanze Kirmse ist am 23. März in München gestorben. Hier war sie auch vor ihrem Tod als Malerin und Literatur-Übersetzerin tätig. Sie studierte Malerei an der School of the Museum of Fine Arts in Boston sowie Kunsterziehung und Kunstgeschichte in München. In jedem ihrer Bilder stellte sie die Frage nach dem Wesen der Dinge und fand die Antwort im Bild selbst. Sie arbeitete sich durch die Welt, die in ihren Bildern meist die sichtbare Natur war.

Unmittelbare Sinneserfahrung in der Natur und ein intensives Studium der Topografie, der Flora und der Wolken, gaben die Impulse zu ihren Bildern. Von großem Reiz war es für die Künstlerin auch, einen dreidimensionalen Raum auf einen zweidimensionalen Malgrund zu transportieren, ebenso das Licht als unfassbares Phänomen zu fassen und ins Bild zu bringen. Mit großem Augenmerk auf Komposition sowie Farbverteilung und Farbauftrag arbeitete sie die Stimmung der Landschaft heraus und so beeindrucken die sehr schönen Gemälde »Rottbach« und »Froschkonzert« in Öl auf Leinwand.

Die Ausstellung ist bis zum 30. Juni von Mittwoch bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Friederike Gloßner