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Gemeinde hofft weiter auf Zuschuss für Eisenbahnbrücke

Teisendorf. Für den geplanten Abbruch und Neubau der Amersberger Bahnbrücke ist noch kein Fördergeld in Sicht. Nachdem sich eine Anwohnerin nach Neuigkeiten zur Brücke bei der Gemeinde erkundigt hatte, hatte das Gemeindebauamt beim Staatlichen Bauamt und der Regierung von Oberbayern nachgefragt.

Die marode Eisenbahnbrücke bei Amersberg ist wegen möglicher Betonabsplitterungen eine große Gefahrenquelle für durchfahrende Züge geworden. Sie muss erneuert werden. (Foto: Mergenthal)

Wie Bauamtsleiter Peter Steinmaßl nun im Gemeinderat berichtete, ist es nicht möglich, dass der Brückenbau nach dem Bayerischen Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungsgesetz gefördert wird. Der Grund: Die Straße ist nur 3,50 Meter breit und sei deshalb keine »wichtige Straße« im Sinne der Förderrichtlinien. Der Antrag wurde laut Steinmaßl an das Sachgebiet für die Förderung nach dem Finanzausgleichsgesetz weitergeleitet. Die Gemeinde erhalte in nächster Zeit Bescheid, ob über diesen Fördertopf ein Zuschuss möglich ist.

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Mit der Bahn habe man bereits über den möglichen Bauablauf gesprochen, teilte Steinmaßl mit. Vor weiteren Schritten verlange die Bahn den Abschluss einer Planungsvereinbarung. Die Marktgemeinde Teisendorf werde dazu demnächst einen Entwurf erhalten.

Die meisten Kosten im Rahmen der Maßnahme wird der Abbruch der maroden Brücke verursachen. Eine längere Sperrpause der Bahnstrecke im Oktober würde einen kostengünstigen Abbruch ermöglichen. Wie Bürgermeister Franz Schießl bereits in der Bürgerversammlung berichtet hatte, könnte die Brücke dann gesprengt werden, was die Abbruchkosten von geschätzten 372 000 Euro auf rund 100 000 Euro verringern würde. Nach dem Plan für die weiteren Sperrpausen der Bahn, welcher der Gemeinde vorliegt, könnte die neue Brücke dann im Mai 2014 eingehoben werden. Daher steht, wie Steinmaßl erklärte, eine Grundsatzentscheidung des Gemeinderates an, ob er an dem Abbruchtermin im Oktober festhält. Dann müsse man hinnehmen, dass etwa von Ende Oktober 2013 bis Mitte 2014 keine Brücke zur Verfügung steht. Zunächst warte man die Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn ab, damit die Arbeiten ausgeschrieben und eventuell sogar vergeben werden können, ohne dass eine Förderung in Gefahr gerät. vm