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Gemeinde verzeichnet Plus

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Bischofswiesen - Eine erfreuliche Bilanz für 2012 zieht Bischofswiesens Tourist-Info-Chefin Irmi Aschauer. Die Zahl der Übernachtungen sei wieder deutlich angestiegen, und zwar auch im Winter, was vor allem dem Skicross-Weltcup am Götschen und der Biathlon-Weltmeisterschaft in Ruhpolding zu verdanken sei, wie sie in der vergangenen Gemeinderatssitzung berichtete.


Musste Bischofswiesen im letzten Jahr noch ein Minus von 3,5 Prozent bei den Übernachtungen hinnehmen, steht man 2012 mit einem satten Plus von fast 10 Prozent da. Rund 25 000 Übernachtungen mehr können verbucht werden. Der Gästezuwachs liegt bei 12,3 Prozent, das entspricht 5 775 Personen.

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Dass das Jahr 2011 schlecht ausfiel, lag laut Irmi Aschauer vor allem am Umbau der Jugendherberge in der Strub. Rund ein Jahr lang musste eines der Gästehäuser geschlossen bleiben, etwa 100 Betten standen nicht zur Verfügung. Auch kleine Hotelerweiterungen und neue, gehobene Ferienwohnungen hätten sich 2012 vorteilhaft ausgewirkt. »Qualität zahlt sich aus«, sagt die Tourismus-Chefin.

Auch wenn sie im kommenden Jahr einen ähnlichen Zuwachs von zehn Prozent für unwahrscheinlich hält, schaut Irmi Aschauer zuversichtlich in die Zukunft. »Wir haben heuer deutliche Zuwächse im Winter gehabt und dazu hat der Skicrossweltcup erheblich beigetragen.« Etwa 200 Sportler und Betreuer aus 19 Nationen seien eine Woche zu Gast in Bischofswiesen gewesen. 3 600 Zuschauer hätten die Rennen live vor Ort verfolgt.

Von nicht unerheblicher Bedeutung beurteilt Aschauer auch die Fernsehübertragungen, mit denen ein Millionenpublikum erreicht worden ist. »Das war eine tolle Werbung für die ganze Region. Der Skicross darf gerne wiederkehren.« Positive Auswirkungen für Bischofswiesen habe es zusätzlich durch die Biathlonweltmeisterschaft in Ruhpolding gegeben. »Dadurch hatten wir viele Buchungen für einen längeren Zeitraum.«

Weil die Tourismus-Homepage der Gemeinde nach sechs Jahren nicht mehr den heutigen Ansprüchen genüge und vor allem nicht suchmaschinenoptimiert sei, werde sie derzeit überarbeitet und soll im Frühjahr 2013 fertig sein, informierte Aschauer.

Ein weiteres Projekt im kommenden Jahr sei der »SalzAlpenSteig«, ein zertifizierter Premiumwanderweg, der vom Chiemgau über den Königssee bis zum österreichischen Hallstätter See führt. 230 Kilometer ist der Leitweg lang, 330 Kilometer der Rundweg, auf dem zusätzlich besondere Orte eingebaut sind. Finanziert wird der Steig über EU-Fördermittel.

Was die Frequentierung der Tourist-Info in Bischofswiesen betrifft, zeigte sich Irmi Aschauer zufrieden. Als Informationsmedium werde das Internet stark genutzt, online ihren Urlaub buchen würden aber lediglich zwölf Prozent der Gäste. »Das ist nicht viel.« Auf Nachfrage, wie sie den Nutzen der Berchtesgadener Land Tourismus Marketing GmbH (BGLT) beurteile, sagte Aschauer: »Ich würde sagen, wir sollten sie behalten.« Die Region wachse langsam zusammen und die BGLT mit ihren Aufgaben. kb

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