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Die Gemeinde Seeon-Seebruck wird über die Anschaffung einer Drehleiter für die Freiwillige Feuerwehr Seebruck nicht herumkommen. Unser Bild zeigt das Hubrettungsfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut. (Foto: Rasch)

Gemeinderat segnet den Feuerwehrbedarfsplan für die Wehren Seeon, Seebruck und Truchtlaching ab

Seeon-Seebruck – Eine Drehleiter ist das häufigste Hubrettungsfahrzeug bei Feuerwehren. Im Bedarfsplan der Feuerwehren Seeon, Seebruck und Truchtlaching, der vom Gemeinderat in der jüngsten Sitzung abgesegnet wurde, ist ein solches Hubrettungsfahrzeug für die Feuerwehr Seebruck berücksichtigt. Bei der Erstellung eines Bedarfsplans hatte sich herausgestellt, dass wegen baugesetzlicher Anpassungen für die Feuerwehr Seebruck eine Drehleiter angeschafft werden muss. Seit 2016 muss für Gebäude mit einer bestimmten Höhe und ohne zweiten Rettungsweg, eine Drehleiter vorgehalten werden.


Dass, wie es hieß, für zwei oder drei Gebäude in Seebruck eine Drehleiter angeschafft werden muss, konnten die CSU-Räte Franz Wörndl und Michael Regnauer nicht nachvollziehen. »Muss es denn zwingend eine Leiter sein?«, wollte Wörndl wissen. Es gebe durchaus Alternativen, die aber abgewogen werden müssten, weil es dafür keine Förderung gebe. »Es werden nur Fahrzeuge gefördert, die der Norm entsprechen«, erklärte Kreisbrandrat Christoph Grundner. Regnauer wollte wissen, ob ein Umbau der Gebäude nicht günstiger käme als eine Drehleiter für 700 000 bis 800 000 Euro. Nach Angaben von Bauamtsleiter Josef Heiß, habe die Gemeinde bereits einige Ideen einer baulichen Umsetzung durchgespielt, aber ohne Erfolg.

Martha Gruber und 3. Bürgermeisterin Dr. Christine Kosanovic (beide FW) wollten wissen, ob für das Rettungsgerät eine besondere Ausbildung vorzuhalten ist. Gruber fragte, ob die Floriansjünger das Rettungsgerät auch bedienen können. Sepp Daxenberger (CDU) sagte dazu, dass die Ausbildung Sache der Feuerwehr sei. »Die Gemeinde ist für die Beschaffung zuständig und die Feuerwehr muss es dann umsetzen«, so Daxenberger.

Wie Bürgermeister Martin Bartlweber ausführte, haben in der Gemeinde alle drei Feuerwehren – Seeon, Seebruck und Truchtlaching – eine Daseinsberechtigung. Um etwaige Investitionen im gemeindlichen Haushalt einplanen zu können, soll mit dem Bedarfsplan ein Soll-Konzept erstellt werden, in welche Richtung es in Sachen Ersatzbeschäftigung gehe. Ziel des Bedarfsplans sei es, erstmalig den notwendigen Umfang der drei Freiwilligen Feuerwehren im Gemeindegebiet zu überprüfen und Maßnahmen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Feuerwehren herzuleiten. Der Bedarfsplan stelle zugleich den Rahmenplan für strategische und finanzielle Entscheidungen – den abwehrenden Brandschutz und die Hilfeleistung betreffend – für die kommenden fünf Jahre dar, in Teilbereichen auch längerfristig.

Weiter teilte Bartlweber mit, dass der Feuerwehrbedarfsplan von einem Sachverständigenbüro erstellt und während der Bearbeitungsphase von Vertretern der Verwaltung und der Leitung der Feuerwehren begleitet worden sei. Die Regierung von Oberbayern habe eine positive Stellungnahme zum vorliegenden Bedarfsplan abgegeben. Den Gemeinderatsmitgliedern stand der Bedarfsplan im Ratsinformationssystem zur Verfügung. Der Beschlussvorschlag, den Feuerwehrbedarfsplan als strategisches und konzeptionelles Planungsinstrument für die kurz- und mittelfristige Weiterentwicklung des Brandschutzes in der Gemeinde Seeon-Seebruck zu genehmigen, wurde einstimmig abgesegnet.

ga