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Gemeinderatssitzung: Wärmeversorgung, Corona und Bauprojekte

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Pendlerparkplatz in Grabenstätt an der Autobahn A 8. Er soll nach Süden (zur Autobahn hin) von 40 auf 90 Stellplätze erweitert werden. Ein paar Bäume wurden schon gefällt. Die ersten Erdarbeiten starten bald.

Grabenstätt – »Wir haben regen Rücklauf«, betonte Bürgermeister Gerhard Wirnshofer in der jüngsten Gemeinderatssitzung hinsichtlich der in Erlstätt angelaufenen Bedarfsanfrage zur Erdgasversorgung. Bis Anfang März werde man wissen, wer sich alles dafür interessiere.


»Die Interessenten haben sich nicht dazu verpflichtet«, erwiderte der Vorsitzende eine Wortmeldung von Dr. Martin Brunnhuber (Bürgergruppe), wonach es von Vorteil wäre, zu wissen, mit welchen Kosten man als Bürger bei einer Umstellung auf Erdgas zu rechnen habe.

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Es sei zwar zu befürworten, die alten Ölheizungen abzulösen, dennoch würde er in Sachen Wärmeversorgung aus ökologischer Sicht ein Hackschnitzelheizwerk bevorzugen, betonte Robert Muggenhamer (Bürgergruppe) mit Verweis auf die anzustrebende CO2-Neutralität. Mit dem Kindergarten, dem Feuerwehrhaus und der Alten Schule wäre in Erlstätt »schon Potenzial da«. Das gelte es abzuklären, bevor man sich endgültig für Erdgas entscheide, appellierte Muggenhamer. Erdgas sei zwar »auch ein fossiler Brennstoff, aber noch der beste«, erwiderte Wirnshofer.

Wenn von privater Seite ein Hackschnitzelheizwerk angepackt werde, würde man das als Gemeinde unterstützen, auch wenn die Erdgasversorgung dann schon laufe, betonte der Rathauschef und sprach von einer »interessanten Technologie«, die für ein Neubaugebiet prädestiniert wäre.

Am Beispiel des Heizwerks in Grabenstätt sehe man aber auch, »dass es viel Initiative braucht, bis es gut läuft«, so Wirnshofer. »Im Winter brauchen die Gewerbebetriebe viel Energie, im Sommer aber nicht«, meinte Bauunternehmer Alois Binder (CSU) und verwies auf ein Erfolgsmodell in Prien, wo von privater Seite ein Hackschnitzelheizwerk erfolgreich betrieben werde und immer mehr Häuser an die Wärmeversorgung angeschlossen würden.

Josef Austermayer (Freie Wähler) wollte wissen, ob es stimme, dass die Bewohner des Altenheims Marienstift Marwang, das vom Verein für Krankenpflege und Altenbetreuung Grabenstätt getragen wird, im Gegensatz zu den Bewohnern des Grabenstätter Kreisaltenheims und des Grabenstätter Altenheims in der Au noch nicht gegen das Corona-Virus geimpft worden seien. Er habe die Befürchtung, dass es vergessen werden könnte.

Dass die Marienstiftbewohner noch nicht geimpft seien, könnte daran liegen, dass es sich dort um einen »kleinen in sich abgeschlossenen Personenkreis« handle, mutmaßte der gemeindliche Geschäftsleiter Peter Lex. Was den derzeit coronabedingt auf Eis liegenden sozialen Fahrdienst der Gemeinde anbelange, »ist die Bereitschaft da, zu fahren«, so Austermayer. Wenn dies wieder möglich sei, könnte man Senioren auch ins Impfzentrum nach Altenmarkt fahren.

Waltraud Hübner (CSU) fragte, ob auch Studenten die Fahrdienste nach Altenmarkt oder zum Impfbus des Landkreises nach Grassau übernehmen könnten. Wirnshofer verwies in diesem Zusammenhang auf die zu beachtenden versicherungstechnischen Vorgaben.

Laut Wirnshofer werden die Bauarbeiten zur Erweiterung des Pendlerparkplatzes an der Autobahn in Winkl bei entsprechender Witterung am 8. März beginnen (Erdarbeiten starten schon früher) und voraussichtlich Anfang Mai abgeschlossen sein. Derzeit seien dort rund 40 Stellplätze, in Zukunft würden es zirka 90 sein. Zudem rechnet die Gemeinde in den nächsten Wochen mit dem Baubeginn im Sondergebiet Freiflächenfotovoltaikanlage in Erlstätt nahe der Traunsteiner Stadtgrenze (Wolkersdorf).

Aus nichtöffentlicher Sitzung bekannt gegeben wurde die Vergabe der Planungsleistungen für die Verkehrsanlagen und die Abwasserbeseitigung im Baugebiet »Tüttenseestraße« an das Ingenieurbüro Sextl. Mit dem Arbeitskreis »Alte Schule Erlstätt« werde man bald wieder zusammenkommen, versicherte Wirnshofer. Zuletzt war öffentlich gemacht worden, dass das Ingenieurbüro Baumann aus Bad Reichenhall die Planungsleistungen für die Abbrucharbeiten des Anbaus und sonstiger Nebengebäude auf dem Gelände der alten Schule übernimmt.

mmü


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