Gemeinsam aktiv und gesund älter werden

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Erfolgreiches zweites Planungstreffen (v.l.): Karin Niedermeyer, Elisabeth Homberg, Lena Gruber und Günter Wolf. (Foto: LRA)

Berchtesgadener Land – Die Gesundheitskompetenz stärken – das ist das Ziel des von der Hochschule Coburg entwickelten Gesundheitsförderprogramms »AOK-GeWinn« für Menschen ab 60 Jahren.


Das Programm ist in mehreren Regionen in Bayern erfolgreich erprobt worden, nun fördert die AOK Bayern die flächendeckende Umsetzung in bayerischen Landkreisen und Kommunen. Die Koordination im Berchtesgadener Land übernimmt die Gesundheitsregion-plus, vertreten durch die Geschäftsstellenleiterin Lena Gruber. Für die konkrete Umsetzung in den Kommunen Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing sind drei Projektpartner verantwortlich, die die Abläufe an den Standorten initiieren und begleiten.

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Das Programm »AOK-GeWinn« findet in geschlossenen Gruppen von etwa zehn Personen ab 60 Jahren statt. Zwei weitere gleichaltrige Personen leiten jeweils die Gruppen, organisieren die Treffen und moderieren die Themen, ohne selbst Experten zu sein. Dazu erhalten sie vor dem Programmstart eine Schulung vor Ort. Ein Handbuch mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung und eine Materialbox ist Grundlage für die 19 Treffen im Zeitraum von zehn Monaten. Die Hochschule Coburg betreut die Gruppenleiterinnen und -leiter durchgehend, zum Beispiel durch telefonische Coachings oder Austauschtreffen mit anderen Gruppenleitungen.

AOK-Gewinn richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren. Ziel ist die Förderung der Lebensqualität durch verbesserte Gesundheitskompetenz (Zur Stärkung der eigenen Gesundheit, zum besseren Umgang mit chronischen Erkrankungen, zur Nutzung digitaler Gesundheitsinformationen, zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Engagement in der Kommune).

Die Gruppen tauschen sich bei den Treffen selbstständig über gesundheitsbezogene Themen, wie zum Beispiel Entspannung, Bewegung, Ernährung, digitale Medien und Selbsthilfe aus. Innerhalb der einzelnen Themenblöcke können eigene Schwerpunkte festgelegt werden. Die Hochschule Coburg hat bereits alternative Methoden entwickelt, damit das Programm auch fortgeführt werden kann, wenn wegen steigender Inzidenzzahlen gemeinsame Präsenztreffen nicht stattfinden können. Die Teilnahme ist für alle Beteiligten kostenfrei. Die Gruppenleiterinnen und -leiter arbeiten ehrenamtlich.

Derzeit erfolgt die konkrete Planung für die Umsetzung und den Start durch die Projektpartner. Für Berchtesgaden wird Elisabeth Homberg als Seniorenreferentin das Programm etablieren, für Bad Reichenhall Günter Wolf vom Generationenbund und für Freilassing Karin Niedermeyer vom Mehrgenerationenhaus. Unterstützt werden die Projektpartner von ihren Kommunen und weiteren Akteuren im Landkreis, darunter beispielsweise die Seniorenbeauftragte des Landkreises, die Freiwilligenagentur oder die AOK vor Ort.

Informationen für die jeweilige Kommune: Bad Reichenhall, Günter Wolf, Telefon 08651/9650540, E-Mail: g.u.wolf(at)t-online.de. Berchtesgaden, Elisabeth Homberg, Telefon 08652/3915, E-Mail: info(at)haus-homberg.de. Freilassing, Karin Niedermeyer, Telefon 08654 773069, E-Mail: Niedermeyer(at)startklar-soziale-arbeit.de.

Landrat Bernhard Kern freut sich über die engagierten Projektpartner, die das Programm umsetzen wollen und hofft darauf, dass die aktuelle Corona-Lage einen baldigen Start zulässt: »Gerade die aktuelle Pandemie zeigt, wie wichtig es ist, sich über Gesundheitsthemen auszutauschen und zu wissen, wie man sich im Bedarfsfall notwendige Informationen und Hilfe schnell und zuverlässig organisiert.« Weitere Informationen gibt es unter www.gewinn-programm.de.

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