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Gemeinsam die Einheit Deutschlands feiern

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Gemeinsam die Einheit Deutschlands feiern
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Deutschland ist wieder ein Land! Das feierten Tausende Menschen vor 28 Jahren. Foto: Jörg Schmitt/dpa Foto: dpa

Mitten in der Hauptstadt Berlin jubeln Tausende Menschen. Viele schwenken Deutschland-Flaggen, manche halten Wunderkerzen in der Hand. Fotos zeigen diesen besonderen Moment am 3. Oktober 1990. Doch was haben die Leute damals gefeiert? Und warum ist der Tag noch heute wichtig?


Die Menschen damals freuten sich, weil Deutschland wieder zu einem Land vereinigt wurde. Zuvor nämlich war es lange Zeit ein geteiltes Land. Es gab zwei Staaten: die Bundesrepublik Deutschland im Westen und die Deutsche Demokratische Republik im Osten. Die Staaten hießen abgekürzt BRD und DDR.

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Die beiden Länder trennten Mauern und Zäune. Manche Familien, deren Verwandtschaft auf der anderen Seite lebte, sahen sich jahrelang nicht. Viele Menschen in der DDR demonstrierten dagegen, dass sie nicht dorthin reisen konnten, wohin sie wollten. Nach und nach verlor die DDR-Regierung ihre Macht. So war es möglich, dass Politiker aus der DDR und der BRD über eine Wiedervereinigung verhandeln konnten.

Das Ergebnis: Die beiden Staaten wurden wieder ein Land. Das liegt nun 28 Jahre zurück. Damit wir uns daran erinnern, gibt es jedes Jahr am 3. Oktober eine große Feier zum Tag der Deutschen Einheit.

Die Feierlichkeiten finden immer reihum in einem der 16 Bundesländer statt. Dieses Jahr ist Berlin dran. Das Motto lautet: Nur mit euch. Die Organisatoren haben vieles geplant, zum Beispiel Konzerte, Theater und Ausstellungen.

Auf dem Festgelände in Berlin waren schon in den Tagen zuvor mehr als 11 000 Ortsschilder aus ganz Deutschland zu sehen. Nicht aufgestellt, sondern auf den Boden geklebt. Die Schilder sind wie ein langer Weg angeordnet. Das sogenannte Band der Einheit soll zeigen: Egal woher man aus dem Land kommt, auf diesem Band kann jeder seinen Ort finden.