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Gemeinsames Bauen? So will sich Kirchanschöring gegen den Flächenverbrauch wappnen

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Foto: Symbolbild, pixabay

Kirchanschöring – Mit dem Pilotprojekt "Anders Wohnen in Kirchanschöring" will die Gemeinde auf alternative Baumformen zurückgreifen und damit auf lokaler Ebene gegen den enormen Flächenverbrauch im Freistaat vorgehen.


Jeden Tag verschwinden in Bayern 13 Hektar Natur unter Asphalt und Beton. "Die ungebremste Asphalt- und Betonlawine vernichtet Wiesen, Felder und Wälder. Sie führt zur Verödung der Ortskerne und hinterlässt bleibende Narben in unserer Umwelt und unserer einmaligen Kulturlandschaft", so leitete Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der bayerischen Grünen im vergangenen Jahr ein Volksbegehren gegen den Flächenverbrauch ein. Dieser soll auf maximal fünf Hektar pro Tag begrenzt werden, so die Forderung.

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Auch in Kirchanschöring denkt man an die Grünflächen. Da sich die Schaffung von Bauland nicht vermeiden lässt, denkt man im im Pilotprojekt "Anders Wohnen in Kirchanschöring" an alternative Wohnkonzepte.

Die Kommunen selbst benötigen Flächen für verschiedene Infrastruktureinrichtungen von Gewerbegebieten über Straßen bis hin zu Bauflächen für Grundstücke. Im Gespräch mit der Bayernwelle betont Kirchanschörings Bürgermeister Hans-Jörg Birner, dass die Kommunen bei diesen Vorhaben "in Konkurrenz mit der Landwirtschaft und der Natur stehen" und sie mit diesen Flächen "dementsprechend auch sparsam umgehen wollen und müssen".

Was steckt hinter dem Pilotprojekt?

Ziel der alternativen Baustrategie ist es, mehrere Familien unter ein Dach zu bekommen. Dabei nimmt man allerdings sowohl Abstand vom Prinzip der Wohngemeinschaft als auch dem Plattenbaustil. Passend zu Kirchanschöring sollen ländliche Einfamilienhäuser mit Familien, die sich für den Bau zusammenschließen, nach bayerisch-ländlicher Art entstehen. Und damit eine "nachhaltige Art zu Bauen", so der Bürgermeister zur Bayernwelle.

Die Gemeinde beschäftige sich mittlerweile seit rund neun Monaten mit dem Projekt, so der Sender. Eine Klausur im Gemeinderat dazu ist für Februar angesetzt. Dann ist die Gemeinde nur noch auf die Initiative der Bürger angewiesen.

red/fb/Bayernwelle