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Gemeinschaftsausstellung von Cornelia Schmid-Thomele und ihrem Mann Rudi Schmid-Thumsee

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Magisch angezogen werden die Besucher von der herrlichen Leuchtkraft der Bilder, die Cornelia Schmid-Thomele in der Ausstellung präsentiert. (Foto: Titze)

Der vor zehn Jahren unerwartet verstorbene Kunstmaler Rudi Schmid, der sich aus Liebe zu Bad Reichenhall den Künstlernamen »Thumsee« zulegte, ist bis heute in seiner Heimatstadt präsent: In Bad Reichenhall gibt es immer noch Spuren des Künstlers wie das Relief an der Wand des Großen Sitzungssaals im Alten Rathaus oder die Bilder in verschiedenen Lokalen. Noch bis Sonntag sind Werke von ihm und seiner Frau Cornelia Schmid-Thomele im Alten Feuerhaus zu sehen.


Markenzeichen von Rudi Schmid-Thumsee sind seine Kreise und die Federn als Ausdruck von Freiheit. Anfangs vielfach dezent gehalten, in Braun- und Grautönen mit blauen Akzenten, gewannen sie in späteren Jahren an Farbe. Vielleicht ist das auch dem Einfluss von Cornelia Schmid-Thomele zu verdanken, deren Gemälde mit ihrer ungeheuren Leuchtkraft die Betrachter sofort in ihren Bann ziehen.

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Ob abstrakt oder gegenständlich, in Mischtechniken, Öl oder Acryl, die Wirkung des Wechselspiels von Licht und Schatten ist in jedem ihrer Bilder spürbar. Die Themen der Künstlerin sind breit gefächert: Eindrücke aus ihren vielfältigen Reisen rund um den Globus schlagen sich in Landschaften von ungeahnter Tiefe und Weite nieder. Die Seidenstraße oder die Wüste, orientalische Bauwerke oder heimische Berge, die Malerin verzaubert stets mit einer Farbpalette, die von einfühlsam und zuweilen durchsichtig zart wie beim »Marzoller Schloss« in kühlen Blau- und Pastelltönen bis zur leidenschaftlichen Dramatik des in flammenden Rottönen schwelgenden »Watzmann« reicht. Waren es bei Rudi Schmid-Thumsee kühne abstrahierte Charakterköpfe, die er auf die Leinwand brachte, so sind es bei Cornelia Schmid-Thomele Frauenporträts mit ausdrucksvoller Mimik.

Hier eine Feder, dort ein Kreis, dann wieder ein wirkungsvoll eingearbeitetes Fundobjekt, wie ein roter Faden spinnen sich die Eigenheiten des Kunstmalers in den Bildern seiner Frau fort. Liebevoll hat sie diese aufgenommen und in ihr eigenes Schaffen integriert. In den vergangenen zehn Jahren hat sich viel getan bei Cornelia Schmid-Thomele, sie hat ihr Spektrum aufgefächert und erweitert. Ihre künstlerische Handschrift ist deutlich und unverwechselbar.

So liegt auch der Schwerpunkt der Ausstellung »Mei Art – sei Art« erkennbar auf ihren Werken. Die Ausstellung im Alten Feuerhaus ist noch bis zum Sonntag täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Barbara Titze

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