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Bayerisch-japanisches Konzerterlebnis im k1 – Jodler aus fernöstlichen Kehlen

Gemeinschaftskonzert »Traunreut trifft Tokio«

Ein außergewöhnliches Konzert stand im Traunreuter k1 auf dem Programm: Nachwuchs-Musiker der Sing- und Musikschule Traunwalchen sowie jugendliche Sänger vom Makuhari Sohgoh High School Chor aus Japan gestalteten ein überaus abwechslungsreiches Programm und wurden mit lang anhaltendem Applaus für ihre Darbietungen belohnt.

Der Makuhari Sohgoh High School Chor aus Japan begeisterte mit einem Konzert im k1. (Foto: Mix)

Der Chor aus Fernost mit über 80 Mitgliedern zeigte die große Bandbreite seines Repertoires, gab japanische Volkslieder genauso zum Besten wie den Klassiker »Funiculi Funicula« oder »Salve Regina« in lateinischer Sprache. Am Ende war sogar ein vielstimmiger Jodler von den japanischen Gästen zu hören und das alte deutsche Volkslied »Muss i denn zum Städtele hinaus«. Unter der Leitung der Dirigentin Atsuko Sangu boten die jungen Damen und Herren ein einzigartiges Konzert, das durch die hervorragenden Stimmen und absolute Präzision in der Darbietung beeindruckte. Voller Inbrunst und sichtlicher Freude waren die Sängerinnen und Sänger bei der Sache und freuten sich über den begeisterten Applaus.

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Der weitgereiste Chor wurde 1996 gegründet und machte nun auf einer Konzertreise von Prag über Wien nach München in Traunreut Station. Unter der Leitung seiner Dirigentin Atsuko Sangu, die ihre Tätigkeit allerdings nach dieser Reise beendet, entwickelte er sich zu einem nicht nur in Japan viel beachteten Chor. Bei zahlreichen Wettbewerben in ihrem Heimatland erhielten die jungen Sängerinnen und Sänger schon etliche Gold- und Silbermedaillen, die sie für ihr Gymnasium gewannen.

Bevor die japanischen Gäste die Bühne im k1 eroberten, traten zwei Ensembles der Musikschule Traunwalchen auf und zeigten den Besuchern aus dem Fernen Osten, wie hier musiziert wird. Ein Auswahlorchester unter Leitung von Manfred Berger, bestehend aus Nachwuchsmusikern der Stadtkapelle Traunreut und der Musikschule, zeigte, dass sie ebenfalls sehr viel können und einiges drauf haben. Das Blasorchester spielte Filmmusik, eine dreiminütige Version des »Nußknackers« sowie »I feel good« von James Brown und am Ende eine für Blasmusik typische Polka, um den Gästen vorzuführen, welche Musik hierzulande gespielt wird. Anschließend stand klassische Musik auf dem Programm. Alexander Krins und sein Streichorchester »Capella Cantabile« sind bekannt für höchst anspruchsvolle Werke. Für das Konzert hatte der Dirigent das »Concerto Nummer vier in A-Moll« von Georg Friedrich Händel ausgewählt, das die Streicher bravourös vortrugen.

Musikschulleiter Josef Mayer begrüßte die japanischen Gäste mit »griaß eich und Konnichiwa« und freute sich über das tolle Konzert sowie die einzigartige Erfahrung nicht zuletzt auch für seine Musikschüler, die jungen Leute aus Japan kennenzulernen. Die Musikschule bekommt immer mal Besuch von Musikern aus anderen Ländern, noch in diesem Jahr wird ein Orchester aus Großbritannien erwartet.

Dritte Bürgermeisterin Gerti Winkels betonte in einem kurzen Grußwort, dass der Austausch mit Musikern aus anderen Ländern immer eine Bereicherung sei und nannte es etwas ganz Besonderes, dass der japanische Chor auf seiner Konzertreise auch Station in Traunreut machte: »Grenzüberschreitend wird hier die Botschaft von Frieden und Freude in die Welt getragen.« Im Anschluss an das Konzert konnten sich die Traunreuter und ihre Gäste noch bei einem Stehempfang unterhalten und es wurden beiderseits Erinnerungsgeschenke ausgetauscht. Pia Mix