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Generalbundesanwaltschaft besucht Gebirgsjäger

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Auf dem Gebirgsübungsplatz der Reiter Alpe liegen auch im Mai noch zwei Meter Schnee – nur mit Schneeschuhen kommen die Besucherinnen und Besucher zum Ziel. (Foto: Gebirgsjägerbrigade 23/Tobias Skinner)

Bad Reichenhall – Dr. Peter Frank, Generalbundesanwalt am Bundesgerichtshof, und 30 seiner Mitarbeiter, informieren sich auf einer Seminarfahrt über die Fähigkeiten der Bundeswehr. Dabei machten sie auch Halt bei den Gebirgsjägern in Bad Reichenhall.

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Der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Jared Sembritzki, begrüßte Dr. Frank und seine Mitarbeiter am Kasernentor. Noch vor Betreten der Kaserne fand der Brigadegeneral einleitende Worte zur NS-Symbolik des denkmalgeschützten Freskos und steinernen Adlers am Wachgebäude: „Wir verstehen das als Mahnung, den hohen Stellenwert unserer Freiheit und demokratischen Verfassung zu erkennen. Geschichte ist nicht zwingend Tradition und als Gebirgsjäger der Bundeswehr können wir stolz auf 60 Jahre eigene Tradition zurückblicken.“

Fresko und Adler werden seit 2012 durch eine Informationstafel am Eingang der Hochstaufen-Kaserne eingeordnet, sind aber immer Anstoß für öffentliche Kritik. Auch seine Behörde sei 1950 nicht vom Himmel gefallen, so Generalbundesanwalt Dr. Frank, und habe entsprechende Aufarbeitung der NS-Vergangenheit zu leisten gehabt.

Ausstellung zur Geschichte der Gebirgsjäger

In der Regionalausstellung der Gebirgsjägerbrigade konnten sich die Gäste ein Bild der Geschichte der Gebirgstruppe der Bundeswehr machen. Seit über 25 Jahren sind Soldatinnen und Soldaten der Brigade in Einsätzen und leisten derzeit in nahezu allen Einsatzgebieten aber hauptsächlich in Mali ihren Dienst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Generalbundesanwalt begleiteten, sind vor allem auch für die Bearbeitung der Auslandseinsätze der Bundeswehr zuständig.

Brigadegeneral Sembritzki liegt vor allem die Darstellung des „Observation Post North“, einem ehemaligen Außenposten der Bundeswehr in Afghanistan, am Herzen – er war dort in einer entscheidenden Phase als Bataillonskommandeur selbst im Einsatz: „Damals hieß es für die Soldaten auch rechtlich ‚ihr dürft kämpfen‘. Das war so etwas wie ein Zeitenwandel“.

Einsatzraum Hochgebirge

Die Spezialität der Gebirgsjäger durften die Gäste zum Abschluss am eigenen Leib erfahren: Auf dem höchstgelegenen Truppenübungsplatz der Bundeswehr – der Reiter Alpe – ging es mit Schneeschuhen durch bis zu zwei Meter hohen Schnee bis zu einer Hütte, wo der gemeinsame Tag mit Essen und einem Briefing über die Lage der Brigade ausklang.