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Gartenbauverein Otting würdigte die Verdienste des ehemaligen Vorsitzenden – Auch weitere langjährige Mitglieder ausgezeichnet

Georg Unterhauser zum Ehrenvorstand ernannt

Waging am See – Der langjährige Vorsitzende des Gartenbauvereins Otting, Georg Unterhauser, wurde auf der Jahreshauptversammlung zum Ehrenvorstand ernannt. Die Ehrenurkunde übergab ihm Vorsitzende Doreen Maierhofer. Die Glückwünsche des Kreisverbands überbrachte die dritte Kreisvorsitzende, Resi Gilg.

Die Ernennungsurkunde zum Ehrenvorstand des Gartenbauvereins Otting übergab die Vorsitzende Doreen Maierhofer dem langjährigen Vorsitzenden Georg Unterhauser. Die Glückwünsche des Kreisverbands überbrachte Resi Gilg (rechts).

Unterhauser war von 1990 bis 1995 stellvertretender Vorsitzender und von 1995 bis 2015 Vorsitzender des Ottinger Gartenbauvereins. Sein besonderer Verdienst sei es gewesen, den Mitgliederbestand in den vergangenen 20 Jahren um 284 von 193 auf 477 erhöht zu haben, sagte Maierhofer. Außerdem habe er in der Gemeinde viele Linden gepflanzt, was ihm den Beinamen »Linden-Schorsch« eingebracht habe. Den Verein habe er gewissenhaft, fleißig, aber auch patriarchisch geführt. Die Kindergruppe habe ihm sehr am Herzen gelegen. Unterhauser bedankte sich und betonte, mit der neuen Vorstandschaft sei der Gartenbauverein in besten Händen.

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Geehrt wurden auch langjährige Mitglieder. Die silberne Ehrennadel für 30 Jahre Mitgliedschaft und länger erhielten Bernadette Zehentner, Agnes Streitwieser, Konrad Heigermoser, Maria Frisch, Irmgard Helminger, Katharina Mayer, Georg Maier, Roswitha Krautenbacher und Martin Fuchs. Die Ehrennadel mit Kranz für 50 Jahre Treue erhielt Franz Wechselberger.

Den Jahresrückblick gab die Vorsitzende Maierhofer. Sie berichtete von der Müllsammelaktion »Ramadama« mit der Ottinger Schule und dem gemeindlichen Bauhof. Ein Pflanztag fand im Kindergarten statt. Der Gartenbauverein stellte für die Bepflanzung eines Hochbeets Saatgut und Werkzeug zur Verfügung. Besichtigt wurde der Rosengarten in Trostberg. Der Vereinsausflug führte zur oberösterreichischen Landesgartenschau »Des Kaisers neue Gärten« in Bad Ischl. Für den Blumenschmuck war der Gartenbauverein beim 140. Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Otting verantwortlich. Auf dem Ferienprogramm stand wieder die Froschhamer Waldolympiade mit vielen lustigen Sportarten. Besichtigt wurde außerdem die Firma Gemüsebau Steiner in Kirchweidach mit Europas modernstem, zwölf Hektar großem Gewächshaus für Tomaten und Paprika.

Angeboten wurden Weidenflechtkurse bei Regina Siglreithmaier in Palling. Beim Allerheiligen-Steckkurs lernten Mitglieder den Aufbau von Grabgestecken. Im vergangenen Jahr seien 16 Erwachsene und neun Kinder dem Gartenbauverein beigetreten. Überwiegend durch Wegzug oder Tod habe es elf Austritte gegeben. Der Gartenbauverein habe jetzt 488 Mitglieder.

Ferner wies Maierhofer auf das von Landrat Siegfried Walch ausgerufene »Jahr der Biene« hin. Die Lebensbedingungen für das kleinste, aber allerwichtigste Nutztier hätten sich zunehmend verschlechtert. Der Landkreis Traunstein solle deshalb mit Blühsträuchern, Wildblumen oder Insektenhotels in einen blühenden Landkreis verwandelt werden. Der Landkreis habe daher jedem Gartenbauverein ein Kilogramm des Veitshöchheimer Wildblumenmischung gespendet. Die Vorsitzende rief die Gärtner dazu auf, sich der Aktion anzuschließen.

Außerdem rief sie zum Kampf gegen das giftige Jakobskreuzkraut auf, das vor allem bei Pferden und Rindern zu Vergiftungen führe. Wenn man es nicht bekämpfe, könne es irgendwann in die Nahrungskette gelangen. Eine Pflanze habe rund 150 000 Samen im Jahr. Man müsse die Pflanze ausstechen und in den Abfall werfen. Keinesfalls dürfe man sie kompostieren.

Über den Kassenstand berichtete Manuela Zeitler. Das Defizit ist nach ihren Worten durch die Anschaffung eines Laptops und eines Beamers entstanden.

Einen interessanten und kurzweiligen Vortrag über »Kräuter als Arznei- und Heilpflanzen« hielt Apotheker Dr. Johannes Seibert aus Teisendorf. Pflanzen seien die besten Chemiker, denn weit über 50 Prozent der Arzneimittel gingen auf Wirkstoffe von Kräutern zurück. Deshalb brauche die Pharmazie Pflanzen nach wie vor als Lieferant. Anhand von etlichen Beispielen schilderte Seibert die unterschiedliche Wirkung von Kräutern. Er machte aber auch deutlich, dass Pflanzen Arzneimittel nicht ersetzen könnten, sondern nur unterstützend eingesetzt werden sollten. Man dürfe den ärztlichen Rat auf keinen Fall außer Acht lassen, mahnte Seibert. Bjr