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Zahlreiche prächtig geschmückten Pferde sind am Sonntag beim Georgiritt zu sehen. (Foto: Burghartswieser)

Georgiritt in Ruhpolding – Rund 130 Pferde werden am Sonntag erwartet

Ruhpolding – In Ruhpolding findet am Sonntag wieder der Georgiritt statt, dessen Ursprung bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts hat die Bruderschaft zu Ehren des hl. Georg die Durchführung des Votivrittes übernommen. Diese Bruderschaft wurde am 12. Januar 1756 von Papst Benedikt XIV. für Ruhpolding errichtet und mit vielen Ablässen versehen. Die Gründung der Ruhpoldinger Bruderschaft lässt sich genau datieren. Darüber existiert im Pfarrarchiv das Gründungsprotokoll vom 23. April 1756.


Der jetzige Georgiverein hat die Tradition der St.-Georgs-Bruderschaft übernommen und sich zur Aufgabe gemacht, den alljährlichen Georgiritt, bei den Einheimischen auch noch oft »Irgn-Ritt« genannt, vorzubereiten und durchzuführen.

Dieser Ritt ist wahrscheinlich die älteste Brauchtumsveranstaltung im Ruhpoldinger Talkessel. Zum Georgiritt erwartet der Georgiverein an die 130 prächtig geschmückte Pferde sowie ein Dutzend Kutschen und Festwagen, mit Trachtengruppen, Musikkapellen, den Standestrachten und der Statue des hl. Georg. Die wunderbaren Kirchenmodelle werden auf festlich geschmückten Pferdegespannen mitgeführt. Auch die jetzigen Verantwortlichen des Georgivereins sehen in diesem Ritt kein Volksfest oder den Ersatz für einen Pferdemarkt, sondern einen Votivritt, getreu dem alten Brauch.

Der Georgiritt beginnt um 10 Uhr bei der Alten Post. Gegen 10.30 Uhr wird ausnahmsweise an der Mühlbauernkapelle bei der »Windbeutelgräfin« der Feldgottesdienst mit Pferdesegnung sein, denn das Landratsamt hat einer kurzfristigen Sperrung der Zeller Straße während des Ritts wegen der Straßenbaumaßnahmen in der Seehauser Straße durch das Staatliche Bauamt Traunstein nicht zugestimmt. Danach führt der Zug wieder zurücknach Ruhpolding, wo dann der Georgitag stattfinden wird.

hab