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Geparden werden nachts eingesperrt

Salzburg - Nun ist der Druck auf die Zooleitung doch zu groß geworden, mit einem umfangreichen Konzept wird jetzt auf die beiden Geparden-Ausbrüche (wir berichteten) reagiert. Bereits am Tag nach dem Bekanntwerden des neuerlichen Ausbruchs eines Gepards hat die Stadt Salzburg angekündigt, dass das Gehege der Geparden umgebaut wird. Bis zum Baubeginn Anfang August werden die sieben Geparden in der Nacht in Holzhäuser eingesperrt und bewacht.

Die Pläne für das neue Gehege liegen vor, mit dem Bau soll bereits Anfang August begonnen werden. Die Stadt hat bereits einen Zuschuss in Höhe von 65 000 Euro zugesagt, das ist ein Drittel der Kosten. Bis dahin werden die sieben Geparden in der Nacht nicht mehr frei im Gehege herumlaufen dürfen, sondern in eine Holzhütte eingesperrt und extra von einem Sicherheitsdienst bewacht. Gleichzeitig sucht der Zoo ein Ausweichquartier in einem anderen Tiergarten für den Zeitraum des Umbaus. Dies ist bei Neubauten von Gehegen in allen Zoos üblich. »Voraussichtlich am 7. August werden die Geparden übersiedeln«, so Christine Beck vom Zoo Salzburg, dann wird sofort mit dem Neubau des Geheges begonnen.

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So ganz traut der Zoo seinen neuen Sicherheitsmaßnahmen anscheinend doch nicht, denn für die Bevölkerung wurde eine eigene »Geparden-Hotline« eingerichtet, eine Handynummer ist 24 Stunden erreichbar. »Damit stellen wir die Sicherheit der Bevölkerung in den Mittelpunkt unserer Arbeit.«

Wie berichtet, waren Anfang Juni zwei Geparde und Anfang Juli noch einmal ein Gepard in der Nacht aus dem Gehege ausgebrochen und über die zwei Meter hohe Anifer Mauer in die Freiheit entkommen. Beim ersten Mal sprach der Zoo von einem Lausbubenstreich, die Polizei geht nach wie vor von einer Materialermüdung beim Schloss aus. Den zweiten Ausbruch Anfang Juli hatte der Tiergarten erst geheim gehalten, nach Bekanntwerden sprach die Zooleitung von einem Sabotageakt, denn die Zoodirektorin werde per SMS bedroht. hud