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Geringes Angebot an Jungkühen

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Zucht über Generationen: Josef Thaler sen., jun. und Franziska mit dem Evergreen-Sohn »Emmering«, der an die Besamungsstation CRV Deutschland verkauft wurde.

Traunstein – Nur 50 Prozent der angemeldeten Zuchtkühe wurden letztendlich auch wirklich beim Zuchtviehmarkt des Rinderzuchtverbands Traunstein aufgetrieben.


Die fünf verkauften Zweitkalbskühe brachten einen durchschnittlichen Versteigerungspreis von 1740 Euro bei einer Preisspanne von 1600 bis 1850 Euro. Die 34 verkauften Jungkühe fanden für im Mittel 1647 Euro bei Versteigerungspreisen von 1200 bis 2350 Euro einen Käufer.

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Rund 1700 Euro mussten Interessenten für einen Natursprungstier anlegen. Zum Grundpreis von 3500 Euro verkaufte Josef Thaler aus Leobendorf einen Evergreen-Sohn an die Besamungsstation CRV Deutschland. Gereiht nach Gesamtzuchtwert ist er der 14. unter 327 getesteten Halbbrüdern. Neben der Vorschätzung im Gesamtzuchtwert sind auch die Zuchtwerte Fitness und Kalbeverhalten mit jeweils 115 beeindruckend. Mit den Zuchtwerten Fundament mit 119 und Euter mit 115 wird ihm auch eine sehr gute Exterieurvererbung prognostiziert. Weitere genetisch hochwertige Stiere wurden zu moderaten Preisen in den Natursprung abgesetzt.

Die teuerste Kuh des Markts unter den Kühen mit zwei Kälbern mit einem Versteigerungspreis von 1850 Euro kam aus dem Zuchtbetrieb von Gabriele Noichl aus Pettendorf. Die Kuh wurde mit einer Milchleistung von 38,1 Kilogramm Milch und einem Lebendgewicht von 760 Kilogramm zum Verkauf angeboten.

Mit 2350 Euro Versteigerungspreis erzielte eine Versetto-Tochter aus dem Zuchtbetrieb Hans Schederecker aus Zelln den höchsten Preis in der Wertklasse 1 der Jungkühe. Mit einer Milchleistung von 34,8 Kilo und einer Melkbarkeit von 2,2 Kilogramm pro Minute geht sie ebenso wie die zweitteuerste Jungkuh in einen niederbayerischen Milchviehbetrieb.

Mit einem Versteigerungspreis von 2300 Euro lag eine Wendlinger-Tochter von Rupert Anzenberger aus Maierhof nur geringfügig unter dem Spitzenpreis. Beide Betriebe liegen in Schnaitsee. Bei weiteren zwei Jungkühen der Wertklasse 1 erfolgte der Zuschlag bei 2000 und bei 1900 Euro. Diese Jungkühe kamen von den Zuchtbetrieben Willi Siglreitmeier und Anton Sichler aus dem Achental. Die 24 Jungkühe der Wertklasse 2a kosteten im Schnitt 1631 Euro. Für die sechs Jungkühe in der Wertklasse 2 wurden 1383 Euro erlöst.

Mit neun Stieren, vier Kühen und zwölf Jungkühen blieb diesmal fast die Hälfte der Zuchttiere im eigenen Zuchtgebiet. Ein Stier, eine Zweitkalbskuh und 22 Jungkühe wurden an bayerische Milchviehbetriebe verkauft. Sechs Zuchtstiere wurden nach Norddeutschland vermittelt. Die nächsten Markttermine sind der 18. April für Kälber, sowie der 17. Mai für Großvieh. fb