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Gertrud E. Jagersberger stellt ihre Bilder aus

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Ihre Landschaftsbilder aus nah und fern zeigt bis einschließlich Sonntag die Grabenstätter Künstlerin Gertrud E. Jagersberger in der Schlossökonomie in Grabenstätt. Mit ihr freute sich bei der Vernissage auch Bürgermeister Georg Schützinger. (Foto: Müller)

Eine feine Auswahl ihrer neuesten Landschaftsbilder präsentiert die Künstlerin Gertrud E. Jagersberger noch bis Sonntag in der Schlossökonomie Grabenstätt. »Es freut uns ganz besonders, dass wir wieder eine Ausstellung mit einer heimischen Künstlerin haben«, betonte Bürgermeister Georg Schützinger bei der Eröffnung. Es sei einfach toll, in einer Gemeinde zu leben, »die ihre heimischen Künstler so wertschätzt«, gab Jagersberger das Lob umgehend an das Gemeindeoberhaupt und Marion Wagner und Christina Berger von der Tourist-Info zurück.


Nachdem Jagersberger im Vorjahr die Werke ihrer Malschüler aus dem Kreisaltenheim Grabenstätt in der benachbarten Schlosshalle gezeigt hatte, gibt sie nun erstmals selbst in Grabenstätt einen tiefen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. Nach vielen erfolgreichen Ausstellungen in England, Belgien und in diversen deutschen Städten ist es für die Künstlerin nach längerer Zeit wieder ein echtes Heimspiel, denn vor gut sechs Jahren verlegte sie ihren Wohnsitz von München an den Chiemsee und lebt und arbeitet seitdem im Grabenstätter Ortsteil Winkl.

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Wenn sie nicht auf Reisen in südliche Länder ist, hält sie mit Begeisterung die malerischen Landschaftsformen des Chiemgaus fest und lässt sich immer wieder aufs Neue von deren Schönheit und Vielfalt inspirieren. Zu sehen sind in der Ausstellung Landschaftsbilder der Jahre 2012 bis 2014, in denen sie ungemein produktiv war. Während eine Seite des Ökonomiesaals dem Chiemgau vorbehalten ist, finden sich an anderer Stelle beeindruckende Impressionen aus Italien, Indien, Kambodscha, Burma und Japan. Auch in ihrem Sizilien-Urlaub im vergangenen Sommer hatte Jagersberger ganz besondere Motive gefunden, die sie später in Öl festhielt.

Auffallend intensive Lichtkontraste südlicher Länder prägen ihre Bilder aus Italien und aus den Ländern Indochinas. Dabei reduziert sie in ihren Werken die Formen der Natur und lässt dem Licht mit seinen faszinierenden Schattierungen die Hauptrolle. Als Grundlage dienen belgische Leinen oder italienisches Pappelholz und mit Vorliebe greift sie auf italienische Ölfarben mit hohem Pigmentanteil zurück.

Dass die Ölfarben sehr lange trocknen müssen, demonstrierte die Künstlerin spontan mit einer Fingerspitze an ihrem neuesten Gemälde; es zeigt eine Föhnstimmung im November an der Kampenwand. Selbst anderthalb Wochen nach der Fertigstellung waren die Ölfarben noch ganz feucht.

Musikalisch umrahmt wurde die gut besuchte Vernissage von der hiesigen Pianistin Aida Pieper und deren Ehemann Heribert Pieper, der mit dem Saxofon und seiner wunderbaren Stimme begeisterte. Geöffnet ist die Gemäldeausstellung von Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, freitags 9 bis 12 Uhr sowie samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Wer sich mit der Künstlerin persönlich unterhalten möchte, sollte die Ausstellung an den Wochenenden besuchen. Markus Müller