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Geschichte aus der Region erfahrbar machen

Traunstein. Die Regionalgeschichte zwischen Inn und Salzach erfahrbar machen – Das ist das Ziel des Seniorenstudiums, das das Katholische Kreisbildungswerk (KBW) ab Oktober in vier Semestern an vier Standorten anbietet. Studienort in Traunstein wird das Bildungshaus St. Rupert sein, wo in dieser Woche dazu eine Auftaktveranstaltung stattfand.

Das Gemeinschaftsprojekt wird zeit- und themengleich an den vier Standorten Traunstein, Bad Reichenhall, Mühldorf und Rosenheim angeboten. Die Konzeption und der Start wurden von der Europäischen Union im Rahmen ihres Kleinprojektefonds mit gefördert.

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»Bildung auf universitärem Niveau« könne man mit dem Seniorenstudium anbieten, betonte der Geschäftsführer des Traunsteiner Katholischen Kreisbildungswerks, Tobias Trübenbach. Er wies auch darauf hin, dass an der Regionalgeschichte interessierte Bürger nun nicht mehr den Weg beispielsweise nach Salzburg antreten müssten, um sich so umfassend zu informieren. »Wir holen die Professoren nach Traunstein und schicken nicht die Interessenten zu den Professoren.«

Der Studiengang erfolge nach einem wissenschaftlichen Konzept und umfasse pro Semester fünf Vorlesungen, drei Seminarveranstaltungen und eine Exkursion jeweils mit ausgewählten Dozenten. In den Themen werden die Herrschafts-, Sozial-, Kultur und Wirtschaftsgeschichte der Region gleichermaßen nacheinander behandelt.

Im Rahmen der Pressekonferenz nannte Oberbürgermeister Manfred Kösterke das neue Kursangebot des KBW ein »Highlight«, das auch ihm persönlich sehr wichtig sei. Gerade in einer Zeit der Globalisierung und Weltoffenheit sei es wichtig, die eigene Identität zu behalten.

Geplant ist eine Teilnehmerzahl von 15 bis 25 Studierenden. Derzeit haben sich fünf Personen angemeldet. »Aber wir sind da recht zuversichtlich. Das Interesse nach dem Bildungsangebot ist sehr gut«, betonte der Traunsteiner KBW-Geschäftsführer Trübenbach, der darauf hinwies, dass man mit dem Angebot keine Massenveranstaltung plane. Man wolle in einem kleineren Kreis in schönem Ambiente die Themen erarbeiten, wobei auch kulinarische Aspekte bei dem Studiumsangebot nicht zu kurz kommen sollen.

Studien-Interessentin Marianne Heinrich-Meyer aus Traunstein freut sich bereits auf den Studienbeginn. Sie könne damit ihr Hobby, das schon in der Schule aus den Fächern Heimatkunde, Geschichte und Religionsgeschichte bestand, vertiefen. Außerdem freut sie sich, »Leute kennenzulernen, die sich für das gleiche Hobby interessieren.«

Am 21. Juni um 18 Uhr findet zum Thema eine Informationsveranstaltung im Bildungshaus St. Rupert statt. Weitere Informationen sind beim Katholischen Kreisbildungswerk Traunstein, Telefon 0861/69495, aber auch allen anderen Bildungswerken an den vier Standorten erhältlich. awi