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Geschlechtsverkehr – unsere Kolumne zum Weltsextag

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Achtung: Der nachfolgende Text ist extrem versaut. Darüber hinaus besticht er nicht gerade durch Niveau und Bildung. Deshalb sollten ihn empfindliche, gebildete Menschen mit Niveau nicht lesen.


Heute ist der internationale Tag des Geschlechtsverkehrs. Als mobiler Talkesselbewohner verbringt man wegen der vielen Baustellen und Staus aber mehr Zeit im Straßenverkehr als beim Schnackseln. Autoerotische Erfahrungen. Haha. Oder bestenfalls Sex im SUV. Sexismus im Auto gibt es aber genug. Gemeint sind nicht  Vorurteile wie "Frauen können nicht Auto fahren" oder "Frauen können nicht einparken". Nein: "VERKEHRT" enthüllt die unterschwelligen Perversionen, die sich die Autoindustrie einfallen lässt, um die Verkehrsteilnehmer heimlich zu versexen. Das klingt unglaubwürdig? Ein paar Beispiele gefällig? Bitteschön. 

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Nehmen wir das Wort "Dieselaffäre". Hier müssen wir nur das "d" durch ein "b" ersetzen und die Buchstaben ein bisschen umstellen. Schon haben wir "Liebesaffäre". Oder denken wir an den Begriff "Benzinpumpe". Nach drei winzigen Veränderungen ergibt sich "Penispumpe".  

Außerdem kursieren zahlreiche sexistische Sprüche, die sich auf das Autofahren beziehen. Da sind Doppeldeutigkeiten und Missverständnisse vorprogrammiert. Man denke nur an den Fahrlehrer, der seine Elevin darum bittet, den Schaltknüppel kräftig in die Hand zu nehmen. Oder an den Polizeibericht, in dem steht: "Der Hintermann stieß in das Heck der Frau vor ihm". Weitere Zoten über Hupen oder Ansaugrohre lassen wir lieber.

Tatsächlich sind viele technische Teile in Kraftfahrzeugen sexistisch. In der Regel liegt das an ihrem phallischen Aussehen. Ganz schlimm ist es bei Automatikwählhebeln, die auch aus dem Sortiment von Dildoking.de stammen könnten. Ähnlich schaut es bei den klobigen Blinker- und Scheibenwischerhebeln moderner Fahrzeuge aus. Und bei den Riesen-Endrohren mancher Pseudosportwagen denkt man immer ans Knattern. Auch deshalb, weil sie so knattern.

Doch es gibt Hoffnung: Je mehr sich die Elektromobilität durchsetzt, desto mehr verschwinden die Schaltknüppel. Und auch beim Auspuff hat es sich bald ausgepufft. Wer kommt überhaupt auf die Idee, ein technisches Teil als Puff zu bezeichnen? Das kann nur ein Mann gewesen sein.

Apropos Mann. Wilde Hengste, aggressive Stiere und virile Dreizacke als Logo. Dazu maskuline Modellnamen wie Aventador, Hummer, Amarok, Defender, Cayman oder Boxter. Große, sportliche Autos sind immer männlich. Kleinwagen hingegen heißen Giulietta, Carina oder Sonata. Doch die Gleichberechtigung kommt langsam auch bei den Autoherstellern an. So werden beispielsweise Typbezeichnungen technischer, neutraler. Ein BMW 325i oder ein Hyundai i50 hat kein Geschlecht. Viele moderne Autos haben bescheuerte Namen. Und bieten damit keine Assoziationsanreize mehr für schlüpfrige Witze. Aber: wurscht. Wenn der Berchtesgadener am Eisenrichter-Berg unterhalb der Schlafenden Hexe im Stau steht, denkt er sofort wieder an Hupen. Christian Fischer