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Das selbst gezogene Gemüse, die Salate und Kräuter landeten in der Schulküche, wo die Kinder eine gesunde Füllung für Wraps zubereiteten. Foto: Diether Endlicher

Gesunde Mahlzeit aus dem Garten: Schüler machen Wraps mit Füllung

Chieming – Heimat- und Sachkunde-Unterricht (HSU) ganz praktisch und lebensnah: An der Grund- und Mittelschule Chieming setzten Schülerinnen und Schüler der Kombiklasse 2/3 das Thema »Gesunde Ernährung« mit ihrem Lehrer Bernhard Hecht in die Praxis um. Sie gärtnerten und kochten eine wohlschmeckende und gesunde Mahlzeit.


Sieglinde Maier-Stoehr vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein hatte der Schule Pflanzkisten für Gemüse vorgeschlagen. Der Verein für Gartenbau und Landespflege Chieming übernahm die Kosten für die Pflanzen. Nach den Osterferien wurden von den einzelnen Gruppen Salate, Küchenkräuter, essbare Blumen und Kohlrabi gepflanzt und gesät. In halbierten Tetra-Paks wuchs Kresse. Die ebenfalls eingesäten Radieschen setzten keine Knollen an – Misserfolge gehören auch zum Gärtnern, so das Fazit.

Zum Start in die Pfingstferien ernteten die Kinder eifrig und mit großer Freude das Gemüse und brachten es stolz in großen Schüsseln in die Schulküche. Daraus sollte eine Füllung, zusätzlich mit Kräutern und Schafskäse gemischt, für gewickeltes Fladenbrot, sogenannte Wraps, werden. Die fleißigen Schülerhände rührten aus Mehl, Backpulver, Salz und Wasser einen Teig und schnippelten Eisbergsalat, Tomaten, rote Paprika, Schnittlauch, Kräuter und Schafskäse klein. Aus von Schülern mitgebrachten Gewürzen entstand ein Dip. Der Brotteig wurde ausgerollt, in der Pfanne braun gebacken, mit dem Dip bestrichen, mit der Füllung bestreut und eingeschlagen.

Eine Mama, Katharina Friesinger, zwei Frauen vom Bundesfreiwilligendienst an der Schule und Lehrer Bernhard Hecht überwachten die Arbeitsvorgänge und leiteten die Kinder an. Die hatten an einem arbeitsreichen Vormittag gelernt, wie gesund und lecker eine aus frischen Zutaten bereitete Mahlzeit sein kann. Damit andere Kinder auch diese Erfahrungen machen können, werden die Pflanzkisten in der Schule weitergereicht.

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