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Rund 35 Einsätze zog das Gewitter am Sonntagabend für die heimischen Feuerwehren nach sich. Überwiegend rückten sie zu vollgelaufenen Kellern und umgestürzten Bäumen wie hier in Ruhpolding aus. Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Gewitter verursacht keine größeren Schäden in der Region – 35 Feuerwehreinsätze

Landkreis Traunstein – Bereits seit dem Samstagabend war für die Region eine Vorwarnung für starke Gewitter mit Unwetterpotential durch den Deutschen Wetterdienst ab den Nachmittagsstunden des Pfingstmontags ausgesprochen worden. Gegen 18 Uhr sind am frühen Sonntagabend die Gewitterwolken über den Landkreis hinweggezogen und haben insgesamt keine größeren Schäden verursacht. Rund 35-mal rückten die heimischen Feuerwehren aus, um umgestürzte Bäume zu beseitigen oder vollgelaufene Keller auszupumpen.


 Ein Gewitterschwerpunkt war nicht auszumachen. In Seeon wurden Zelte des Kunsthandwerkermarkt umgeweht und in Grassau ist das Gerüst bei der Baustelle für den neuen Kindergarten umgestürzt. Eine Frau verletzte sich in Heiligkreuz am Bein und musste ins Krankenhaus.

Der erste Alarm lief um 17.48 Uhr für die Feuerwehren Grassau und Rottau ein. Auf der Bundesstraße B305 blockierte auf Höhe Klaushäusl ein Baum die Fahrbahn und musste beseitigt werden. Nur wenige Minuten später wurde die Feuerwehr Ruhpolding zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage ausrücken. Es handelte sich um einen Fehlalarm. Die Feuerwehr Seeon wurde alarmiert, um beim Kunsthandwerkermarkt die Verkaufsbuden zu sichern. „Es hat da die Zelte umgeweht und wir haben den Ausstellern geholfen die Buden und ihre Waren zu sichern. Verletzt wurde glücklicherweise niemand“, so der Seeoner Kommandant Stefan Anderl.

Ein umgestürzter Baum sorgte auf der Kreisstraße TS 8 bei Herndling für eine Verkehrsbehinderung. Hier rückten die Aktiven der Feuerwehr Obing aus, um das Hindernis zu beseitigen. Ein weiteres Mal „Unwetteralarm“ gab es anschließend für die Feuerwehr Grassau. Auf der Staatsstraße 2096 musste zwischen Mauthäusl und Erlach ein Baum beseitigt werden.

Vier vollgelaufene Keller in der Bischof-Göbl-Straße waren der Grund für den Einsatz der Feuerwehr Engelsberg. Darüber hinaus wurde die Kreisstraße zwischen Engelsberg und Taufkirchen in Höhe Eiting unterspült. Kommandant Georg Wimmer sagte, „der Bereich dort sieht jetzt ziemlich schlimm aus. Gestern konnten wir den betroffenen Teil zusammen mit dem gemeindlichen Bauhof bereits sichern.“

„Wasser im Keller“ in der Grubergasse stand auch auf der „Einsatz-E-Mail“ der Feuerwehr Heiligkreuz. „Vor Ort war leider eine Hausbewohnerin gestürzt und verletzte sich so unglücklich am Bein, dass wir einen Rettungswagen nachalarmieren mussten, der sie ins Krankenhaus brachte“, so die 2. Kommandantin Anita Thaler. Weiter beseitigten die Florianjünger einen größeren Ast im Ortsgebiet, der die Fahrbahn behinderte. Zwischen Biathlon-Zentrum und Seehaus waren ebenfalls einige Bäume umgefallen und haben den Verkehr zum Erliegen gebracht. Hier wurde erneut die Feuerwehr Ruhpolding alarmiert, um die Straße wieder freizumachen.

In der Trostberger Straße in Traunreut kam ein Auto vermutlich auf Grund von Aquaplaning von der Fahrbahn ab. Der Wagen beschädigte einen Gartenzaun und fuhr einen Hydranten um. Die Feuerwehr Traunreut war zur Technischen Hilfeleistung vor Ort. Verletzt wurde nach derzeitigen Erkenntnissen niemand. Konrad Unterstein meldete zudem drei weitere Einsätze für seine Feuerwehr. „Wir mussten einen umgestürzten Bauzaun sichern, eine Fahrbahnüberflutung beseitigen und eine Baustelle absichern“, so der Traunreuter Kommandant.

Die Feuerwehr Palling wurde auf die Kreisstraße TS 26 zwischen Palling und Engertsham gerufen. Hier musste ein Baum beseitigt werden. „Darüber hinaus wurden wir zu einem weiteren umgestürzten Baum im Gemeindegebiet gerufen, der beseitigt werden musste“, sagte Pallings 2. Kommandant Martin Brandl. In die Staudacher Straße wurde die Feuerwehr Marquartstein alarmiert. Ein Baum war umgefallen und musste beseitigt werden. In Pietling löste die Brandmeldeanlage infolge des Gewitters bei einem Betrieb in der Hauptstraße aus. Die Feuerwehr rückte aus, es handelte sich jedoch um einen Fehlalarm.

Gegen 19.30 Uhr wurde die Feuerwehr Grassau erneut angefordert. An der Baustelle für den neuen Kindergarten war das Baugerüst umgestürzt. Hier sicherten die Einsatzkräfte zudem das provisorisch mit Planen abgedichtete Dach. „Das Gerüst für den neuen Kindergarten hat dem Wind nicht standgehalten und ist teilweise in sich zusammengestürzt“, sagte Konrad Nagele, Kommandant der Feuerwehr Grassau.

Nur wenige Minuten später erfolgte der letzte witterungsbedingte Alarm des Gewitters am gestrigen Abend. In der Rosengasse fiel ein Ast auf das Dach eines Hauses. Die Feuerwehr Grassau rückte aus und beseitigte diesen. Um 22.41 Uhr wurden die Feuerwehren Traunstein und Haslach in die Vonfichtstraße zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage gerufen. „Nach unserer umfangreichen Kontrolle vor Ort konnten wir einen technischen Fehlalarm der Anlage bestätigen“, informierte Traunsteins Kommandant Christian Schulz.

Hob