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Gladbach schlägt sich bei 1:3 in Wolfsburg selbst

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VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach
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Wolfsburgs Ivica Olic (l-r) feiert mit Diego und Vieirinha seinen Treffer zum 2:1 gegen Gladbach. Foto: Peter Steffen Foto: dpa

Wolfsburg (dpa) - Nach dem bitteren und unnötigen 1:3 (0:1) beim VfL Wolfsburg saß Borussia Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre noch einige Zeit fassungslos auf der Bank. So richtig nachvollziehen konnten die Gladbacher die dritte Auswärtsniederlage in Serie nicht.


»Ich kann das auch nicht erklären. Das Spiel müssen wir eigentlich gewinnen«, sagte Gladbachs einziger Torschütze Peniel Mlapa (52. Minute) treffend. Statt auf einen Champions-League-Platz zu springen, schlugen sich die Borussen in Wolfsburg selbst und bleiben mit 44 Punkten Tabellen-Siebter der Fußball-Bundesliga.

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Wolfsburg verbesserte sich auf 40 Zähler und hat den Klassenverbleib nun auch rechnerisch sicher. »So langsam greifen die Rädchen ineinander. Wir sind jetzt seit sieben Spielen ungeschlagen«, freute sich Wolfsburgs Coach Dieter Hecking.

Die Niedersachsen profitierten aber vom Unvermögen Gladbachs. Beim 1:0 fälschte Roel Brouwers einen Schuss von Maximilian Arnold unglücklich ins eigene Netz ab (34.), beim 2:1 patzte Nationalkeeper Marc-Andre ter Stegen, als er Ivica Olics nur halbwegs gefährlichen Schuss durch die Beine gleiten ließ (61.). Diegos 3:1 (75.) fiel dann nach einem Konter gegen aufgerückte Gladbacher. »Wir haben unnötige Tore bekommen«, ärgerte sich Favre.

Zum dritten Mal in Serie verlor sein Team nun nach einem Heimsieg das folgende Auswärtsspiel. »Dadurch bringen wir uns immer wieder unter Zugzwang«, haderte auch Manager Max Eberl, der sich zudem über die desaströse Chancenverwertung der Borussen ärgerte. Die Gäste leisteten sich den Luxus, in den ersten fünf Spielminuten gleich drei Großchancen kläglich zu vergeben. Zunächst rettete Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio gegen den von Mlapa schön frei gespielten Havard Nordtveit (2.). Zwei Minuten später verstolperte Patrick Herrmann alleine auf Benaglio zulaufend beim Abschluss den Ball und keine 60 Sekunden später rettete Robin Knoche vor dem einschussbereiten Ex-Wolfsburger Mike Hanke. »Das waren klare Torchancen. Da hätten wir 1:0 oder 2:0 führen müssen«, klagte Favre.

Erst nach einem Wutausbruch von Wolfsburg-Coach Hecking kamen die Niedersachsen besser ins Spiel. »In der Anfangsphase hätten wir uns beinahe um Kopf und Kragen gespielt«, erkannte der frühere Borussen-Profi, dessen Team erst nach knapp einer halben Stunde besser zurecht kam. Vor Brouwers' Missgeschick hatte bereits Diego (23.) eine gute Möglichkeit. Seine Volleyabnahme aus zehn Metern landete aber deutlich über dem Tor.

Nach dem Wechsel sorgten beide Teams für einen offenen Schlagabtausch. Erneut kam Gladbach besser aus der Kabine. Nordtveit scheiterte noch per Weitschuss (51.), ehe Mlapa sich geschickt gegen Naldo durchsetzte und zum Ausgleich einschob. Zehn Minuten später sorgte ter Stegens Patzer für die erneute Führung Wolfsburgs.

Gegen weiter aufrückende Borussen hatte Diego eine Viertelstunde danach bei einem Konter zu viel Platz, umkurvte ter Stegen und schob zum Endstand ein. Favre versuchte noch einmal alles und brachte in Branimir Hrgota, Amin Younes und Luuk de Jong drei frische Offensivspieler für die intensive Schlussphase, in der aber keine Chancen mehr herausgespielt wurden.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 53,9 - 46,1

Torschüsse: 17 - 6

gew. Zweikämpfe in %: 54,4 - 45,6

Fouls: 5 - 14

Ecken: 5 - 3

Quelle: optasports.com