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Gladbach und Wolfsburg - zwei Gewinner des Jahres 2013

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Die Gladbacher feiern den Freistoß-Treffer von Juan Arango (M). Foto: Marius Becker Foto: dpa

Mönchengladbach (dpa) - Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg sind fraglos zwei Gewinner des Fußballjahres 2013.


Die Elf vom Niederrhein zog mit dem 2:2 (0:0) gegen das Team aus der Autostadt an Champions-League-Finalist Borussia Dortmund vorbei und beendet die Bundesliga-Hinrunde als stolzer Dritter. Wolfsburg ist ebenfalls klar auf Europacupkurs: Mit lediglich drei Punkten weniger als Mönchengladbach nimmt der VfL den fünften Tabellenplatz ein.

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Trainer Dieter Hecking zeigte sich nach den Toren von Diego (53. Minute) und Bas Dost (85.) für Wolfsburg und von Raffael (59.) und Juan Arango (64.) für die Borussia norddeutsch-unterkühlt, ehe er ein Jahr nach seinem Amtsantritt beim VfL der vorweihnachtlichen Freude noch ein wenig ihren Lauf ließ: »Ich denke, jeder hat gesehen, dass das tolle Arbeit ist, die in beiden Vereinen in den letzten Wochen geleistet wurde.«

Wohl wahr. Denn erstens erlebten die 53 301 Besucher im Borussia-Park laut Hecking »ein super Fußballspiel von zwei Mannschaften mit absolut offenem Visier«. Zweitens macht der Status quo Lust auf Mehr: Die starke erste Saisonhälfte weckt Begehrlichkeiten - kein Wunder angesichts der wunderbaren Zwischenbilanzen.

Der VfL blieb in den zurückliegenden neun Begegnungen ungeschlagen, Mönchengladbach gewann acht seiner neun Heimspiele. »Die Mannschaft hat Gier nach Erfolg. Der Weg geht weiter«, ließ sich Hecking nach dem Hinrunden-Vereinsrekord von 30 Zählern entlocken. Auch Favre will »positiv denken. 33 Punkte, eine sehr positive Tordifferenz - das ist schon gut.«

Klingt untertrieben. Doch der Schweizer, der die Elf vom Niederrhein im Februar 2011 als Abstiegskandidat übernahm, sie in der Relegation gegen den VfL Bochum vor dem Abstieg bewahrte und in der Folgezeit zu einem Spitzenteam formte, ist kein Mann der lauten Töne. Sein Sportdirektor Max Eberl war schon eher euphorisch: »Das war der Abschluss einer tollen Hinrunde, in der die Mannschaft sehr, sehr gute Leistungen gebracht hat.«

Der 22. Dezember 2013 ist für beide Cheftrainer indes nur eine schöne Momentaufnahme. Favre ist sicher, »dass Borussia Dortmund wieder zurückkommt«. Und auch Mönchengladbachs defensiver Mittelfeldspieler Christoph Kramer geht davon aus, dass »der dritte Platz sehr schwierig zu verteidigen sein wird. Es wird eine lange und intensive Rückrunde.«

In dieser stellt sich die Borussia schon auf den Verlust eines Leistungsträgers ein: Favre geht nicht unbedingt davon aus, dass Torhüter Marc-André ter Stegen den Mönchengladbachern bis zum Vertragsablauf am 30. Juni 2015 erhalten bleibt. »Wir müssen realistisch sein«, meinte Favre. Der FC Barcelona lockt den 21-jährigen ter Stegen nach Katalonien. »Aber alle hoffen«, so Favre.

Borussia-Vizepräsident Rainer Bonhof will gelassen abwarten, »dass er uns zu Weihnachten noch ein schönes Päckchen unter den Christbaum legt und sagt, er bleibt hier«, äußerte er sich im TV-Sender Sky. Das wäre eine wundervolle Bescherung.

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