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Glanzvolle Eröffnung

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Die Bad Reichenhaller Philharmoniker sorgten unter Dirigent Christian Simonis für einen glanzvollen Auftakt der Salzach-Festspiele. (Foto: Heel)

Bereits zum 14. Mal finden auf Schloss Triebenbach bei Laufen die Salzach-Festspiele statt. Zum Auftakt (und bei idealem Wetter) gaben die Bad Reichenhaller Philharmoniker vor der wildromantischen Kulisse des Schlosses ein Konzert, das in der ersten Hälfte ganz Mozart gewidmet war.


Schließlich war das Musikgenie hier des Öfteren zu Gast. Dirigiert von Christian Simonis erklang zunächst die Ouvertüre der »Zauberflöte«, gefolgt vom zauberhaft gespielten »Klarinettenkonzert«, in dem sich Heiterkeit und Melancholie verbinden. Als Solist glänzte dabei Michael Müller, der neben technischer Brillanz mit viel Wärme und Gefühlsausdruck agierte.

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Mozart saß auch der »Schalk« gerne im Nacken. Aus diesem Grund ließen es die Veranstalter zur Eröffnung der Festspiele nicht beim reinen Hörgenuss bewenden, sondern sorgten auch für ein paar Hingucker. So mischten sich während der Pause drei Performance-Künstler des Münchner »FoolPools« unter das Publikum – verkleidet als Mond, Werwolf und Vampir – und reicherten die festliche Stimmung mit Zitaten aus der Popkultur an.

Nach der Pause stand Beethovens Sinfonie Nr. 7 in A-Dur auf dem Programm, ein Werk, das sich in faszinierender Dramaturgie aufbaut, bis es zum furiosen, überschäumenden Finale kommt. Entsprechend groß war die Konzentrations- und Energieleistung der Musiker, die sich an diesem Abend erneut auf der Höhe ihrer Kunst bewegten.

Zum krönenden Abschluss gab es noch ein Brillantfeuerwerk, zu dem Händels »Feuerwerksmusik« erklang, allerdings vom Band, da die Knallerei die Musiker wohl etwas aus dem Takt gebracht hätte, wie Christian Simonis erklärte. Die rund 350 Zuschauer waren auch so höchst beeindruckt und sparten nicht mit Applaus für diesen überaus gelungenen Auftakt der Festspiele. Wolfgang Schweiger

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