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Glanzvolles Musikerlebnis

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Das Traunwalchner Adventskonzert in der Pfarrkirche war wieder ein glanzvolles Musikereignis. Unter der Leitung von Manfred Hausotter führten die Mitwirkenden ihre Zuhörer durch die Weihnachtsgeschichte. (Foto: Rasch)

Das Traunwalchner Adventkonzert hat einen festen Platz am Konzert-Himmel gefunden und gilt in der Region als eines der besten seiner Art. Auch die diesjährige Aufführung im bewährten Dreiklang zwischen Klassik und alpenländischem Musikgut war wieder ein Ohrenschmaus, der mindestens bis Weihnachten anhält. Ehrlicher und lang anhaltender Applaus belohnte die grandiose Leistung der bewährten Protagonisten unter der Leitung von Manfred Hausotter.


In dem Konzert überzeugte nicht nur die musikalische Leistung, sondern auch jede einzelne Darbietung wurde zu einer spannenden Symbiose aus mächtigen Bläserklängen, glanzvollem Chorgesang und wohlklingenden Harmonien unterschiedlicher Musikepochen. Mitgewirkt haben der Kirchenchor Traunwalchen, ein Kirchenorchester, ein Bläserensemble unter der Leitung von Manfred Berger, ein Holzbläserensemble, der Pertensteiner Dreigesang, ein Fünfgesang sowie Elisabeth Bäuml an der Harfe. Das Ensemble »Flötentöne«, das zum ersten Mal dabei war, bereicherte die musikalische Weihnachtsgeschichte.

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Auf die Ankunft des Herrn stimmten Chor und Orchester – die Bläser postierten sich auf der Empore – mit dem vierstimmigen Chor »Machet die Tore weit« von Alexander Hammerschmidt ein, gefolgt vom Blockflötenensemble mit der bekannten Weise »Maria durch ein Dornwald ging«, arrangiert von Professor Herrmann Regner, dem ehemaligen Leiter des Orff-Instituts Salzburg und Mentor der Sing- und Musikschule Traunwalchen. Von dem 2008 verstorbenen Musikprofessor stammte auch die Bearbeitung des bekannten Weihnachtsliedes »Es wird scho glei dumpa«, das die »Flötentöne« zur Verkündigung anstimmten.

Gefestigt in der Intonation und stimmsicher bis zum hohen A zeigte sich der Chor beim »Ave Maria« von Anton Bruckner. Dazwischen streuten die Holzbläser in Begleitung einer Harfe ein beruhigendes Andachtsmenuett ein, gefolgt vom Chor mit Wolfgang Amadeus Mozarts »Sancta Maria« und einer Turmsonate, mit der die Bläser den ersten Konzertteil ausklingen ließen.

Mit einem Verkündigungslied sorgte der Pertensteiner Dreigesang – Tissi Fernandez, Katharina und Magdalena Lauber – mit glockenklaren und makellosen Stimmen für einen fließenden Übergang in den volksmusikalischen Teil. Mit Unterstützung von Irmi Irgmaier und Martina Rückert glänzten die drei Sängerinnen auch mit der fünfstimmigen Volksweise »Still, still.« Dazwischen begleiteten Chor, Bläser und Blockflöten mit ausgewähltem Volksgut die Hirten nach Bethlehem.

Mit dem Gloria aus der Missa Cellensis von Joseph Haydn, bekannt auch unter dem Alibi-Titel »Mariazeller Messe«, erreichte die Weihnachtsgeschichte auch einen musikalischen Höhepunkt. Hier überzeugte Irmi Irgmaier als Solistin einmal mehr mir ihrem strahlend leuchtenden Sopran.

Es folgte der Chor mit Franz Schuberts »Salve Regina« und eine moderne Bearbeitung von »Kommet ihr Hirten«, gespielt von den Blechbläsern, und das jubilierende »In dulci jubilo« von Löwe und Schröter. Nach der Verabschiedung durch Pfarrer Richard Datzmann, der zwischen den Musikbeiträgen verbindende Worte sprach, neigte sich das Konzert mit dem mächtigen Psalm »Herr unser Herrscher« für drei Chöre von Heinrich Schütz dem Ende zu. Viel Applaus bekamen die Mitwirkenden, die als fester Bestandteil seit Jahren auf einem hohen musikalischen Niveau durch die Weihnachtsgeschichte führen. Gabi Rasch