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Gleich zwei Staatsminister beim Biosphärentag in Laufen

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Politiker und Kooperationspartner der Biosphärenregion (v.l.): Hinten – Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner, Bürgermeister Hannes Rasp aus Schönau am Königssee, Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber, Hannes Lichtmannegger vom »Berghotel Rehlegg«, Biosphärenregionschef Dr. Peter Loreth, Angers Bürgermeister Silvester Enzinger; Mitte – Brauereichef Christian Wieninger, Umweltminister Dr. Marcel Huber, Teisendorfs Bürgermeister Thomas Gasser; Vorne – der Marktschellenberger Bürgermeister Franz Halmich, Landrat Georg Gabner, Johanna Aicher von der Solidargemeinschaft BGL, Lisa Weitzner von der Molkerei Piding, Laufens Bürgermeister Hans Feil, Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher, Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, Regierungspräsidentin Maria Els und der Saaldorf-Surheimer Bürgermeister Bernhard Kern. (Fotos: Weichold)
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Die Damen vom Gartenbauverein Laufen beim Blumenbinden (v.l.): Irmi, Annemarie, Roswitha, Magdalena und Lisa.

Laufen – Auf etliche Fragen lieferte der 3. Biosphärentag »Abtsdorfer See Roas« am Sonntag für die rund 5000 Besucher Antworten. Und gleich zwei Staatsminister nahmen sich an diesem Tag stundenlang Zeit für die Veranstaltung und präsentierten sich als Politiker zum Anfassen: Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Umweltminister Dr. Marcel Huber.


Warum sind Regenwürmer im Ackerboden so wichtig? Was tut die Landwirtschaft für den Naturkreislauf? In welcher Weise und warum engagieren sich heimische Vereine, Betriebe und Institutionen für schonende Wertschöpfung und ein nachhaltiges Leben?

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Bei strahlendem Sonnenschein, dem Duft von Heu auf den frisch gemähten Wiesen und blühender Landschaft zeigte sich das Haarmoos und die Landschaft rund um den Abtsdorfer See von seinen besten Seiten. Und unterstrich damit: Diese Landschaft ist ein Geschenk, mit ihr soll schonend umgegangen werden, damit auch die nachfolgenden Generationen darin leben dürfen. Dazu bedarf es von der handelnden Politik über Betriebe und Landwirtschaft bis zu jedem einzelnen Verbraucher Bewusstsein – und für dieses arbeitet die Verwaltungsstelle der Biosphärenregion unter anderem.

Die Einrichtung ist als Außenstelle der Regierung von Oberbayern mit ihrem Büro im Techno Z in Freilassing ansässig und steht unter der Leitung von Dr. Peter Loreth. Er und sein Team bereiteten zusammen mit der Gemeinde Saaldorf-Surheim und der Stadt Laufen den Biosphärentag 2018 als »Abtsdorfer See Roas« vor und waren am Ende des Tages – ebenso wie die Bürgermeister Bernhard Kern und Hans Feil – hochzufrieden.

Der Tag begann mit einem feierlichen Festgottesdienst in Thannberg, musikalisch umrahmt von der Musikkapelle Steinbrünning und mit Blick auf den See. Nicht nur viele Ehrengäste und Politiker aus dem ganzen Berchtesgadener Land, sondern auch viele Bürger waren dabei. Die Messe zelebrierten der Saaldorf-Surheimer Pfarrer Roman Majchar sowie der Laufener Stiftsdekan Simon Eibl.

Nach der Bayernhymne bauten einige Helfer die Bühne rasch von einem Altarraum zum Rednerpodium um. Regierungspräsidentin Maria Els begrüßte die Gäste und Besucher, bevor sie das Wort an Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber übergab. Die eröffnete ihre Rede mit den Worten »Wir sind Biosphäre« und ging auf die Unesco-Modellregion für nachhaltige Entwicklung, die das gesamte Berchtesgadener Land umfasst, ein. Die Auszeichnung sei »Auftrag und Ansporn«, die »wunderschöne Voralpen- und Alpenregion zu bewahren, indem wir sie nachhaltig bewirtschaften«.

»Die Botschaft, die von diesem Tag ausgeht, heißt doch: Deutschlands südöstlichste Ecke ist ein besonderer Schatz, den es zu hüten und vorbildlich weiterzuentwickeln gilt.« Statt Einschränkungen gehe es um Chance, der Mensch stehe im Mittelpunkt.

Umweltminister Dr. Marcel Huber erklärte, dass Ökologie und Ökonomie zusammengehörten. Er ging auf Landwirtschaft und Tourismus ein, auf Interessen, die im Einklang mit der Natur zu bringen seien. Für Sensibilität und Bewusstsein für ökologisches und nachhaltiges Verhalten müsse geworben werden. Am Ende seiner Rede erklärte Dr. Huber den Biosphärentag für eröffnet. Landrat Georg Grabner zeichnete im Anschluss die vier ersten Kooperationspartner der Biosphärenregion aus. Das waren das »Berghotel Rehlegg« in der Ramsau, die Solidargemeinschaft Berchtesgadener Land, die Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG und die Privatbrauerei Wieninger.

Nach diesen Reden begleitete die Musikkapelle Steinbrünning die Ehrengäste bis zur Pferdekutsche, die sich auf eine rund zweistündige Rundfahrt über die rund fünf Kilometer lange Rundstecke um den Abtsdorfer See machte und auf der sowohl die Bürgermeister als auch Dr. Peter Loreth allerhand Informationen zur Landschaft als auch zur »Abtsdorfer See Roas« gaben. Mehrmals stiegen die Ehrengäste aus und die Minister besuchten Stände und Stationen und unterhielten sich mit den Menschen. Die einzelnen Stationen und Themen der »Abtsdorfer See Roas« waren ein Markt der Nachhaltigkeit, Unesco & Co., Technik, Energie und Zukunft, das Spiegelbild See, Naturschutz mit Weitblick, Blühendes Berchtesgadener Land, die LEADER-Region Berchtesgadener Land, Natur, Gesundheit und Wohlbefinden und natürlich viele kulinarische Schmankerl. Die Besucher durften kostenlos Pferdekutschen und Radltaxis nutzen. Tanja Weichold