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»Global denken, lokal handeln«

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Georg Huber

Waging am See. Georg Huber (ÖDP) ist 47 Jahre alt und hat drei Töchter. Der Gärtnermeister ist seit 13 Jahren Ausbilder in der Berufsvorbereitung für benachteiligte Jugendliche in der Jugendsiedlung Traunreut. Seit 18 Jahren ist Huber Mitglied im Waginger Gemeinderat und seit sechs Jahren auch im Kreistag.


Wieso wollen Sie Bürgermeister in Waging werden?

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Ich möchte die Gestaltungsmöglichkeiten der Gemeinde nutzen, um unseren Kindern eine lebens- und liebenswerte Gemeinde (ohne Verschuldung) übergeben zu können. »Global denken, lokal handeln« lautet dabei mein Wahlspruch und soll deutlich machen, dass ich bei konkreten Entscheidungen vor Ort die Verantwortung für die gesamte Schöpfung nicht vergessen darf.

Welches Problem in Waging am See wollen Sie als erstes angehen, wenn Sie zum Bürgermeister gewählt werden?

Auf dem Papier gibt es bereits gute Konzepte (zum Beispiel Ökomodellregion Waginger See, Klimaschutzkonzept der Gemeinde, Energiekonzept und ÖPNV-Konzept des Landkreises, Sozialraumanalyse etc.). Hier gilt es, die Ideen umzusetzen und den Bürger aktiv einzubinden. Der Einsatz von Kompetenzteams könnte helfen, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. Persönliche Schwerpunktthemen sehe ich beim Gewässerschutz, beim Einsatz für ein gutes ÖPNV-Angebot und die Energiewende, beim Bienenschutz und auch beim Breitbandausbau.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Gemeinde?

Die landschaftliche Schönheit und die Möglichkeit, im Waginger See baden gehen zu können, genieße ich sehr. Die sozialen Angebote – von Kinderkrippe bis Seniorenheim – sind hervorragend und sollen neben der Vielfalt der Gewerbetreibenden, dem attraktiven Ortskern und der Bahnanbindung nach Traunstein unbedingt erhalten werden.

Wie würde Sie ein sehr guter Freund/Ihre Frau beschreiben?

Engagiert, tolerant und ausgeglichen, hat eine eigene Meinung und steht auch dazu. Er ist bereit, mit seinem politischen Einsatz Verantwortung zu übernehmen, und möchte Verbesserungen für eine lebenswerte Umwelt zum Wohl nachkommender Generationen erreichen.

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

Offenheit, großes Durchhaltevermögen, sowie die Art der Gesprächsführung/Moderation bei Diskussionen werden mir oft als gute Eigenschaft bekundet. – Manchmal möchte ich mich bei zu vielen Themen gleichzeitig engagieren, sodass ich zeitlich an meine Grenzen komme und zu wenig Zeit für gemeinsame Unternehmungen mit der Familie/Freunden übrig bleibt.

Wird in der Gemeinde genug getan, um die Wasserqualität des Sees zu verbessern? Was wollen Sie ganz konkret unternehmen?

Die Gemeinde hat hier in den vergangenen Jahren viel Grundlagenarbeit gemacht, zum Beispiel Ökomodellregion, Gespräche mit Ministerien (Kulap, Seenberater), Aktion »Bodenständig - Rückhaltebecken« oder Zulaufkartierung. Jetzt muss es an konkrete Umsetzungen gehen. Es gibt zum Beispiel in der Gemeinde schon seit 1998 einen Gewässerpflegeplan mit vielen kleinen Maßnahmevorschlägen, die für jeden Bach einzeln betrachtet und umgesetzt werden sollten. Hier würde ich ganz konkret versuchen, Fluss-Paten zu finden, die sich auf ihren Bach vor der Haustüre konzentrieren. Gemeinderat und Verwaltung müssen die Rahmenbedingungen schaffen, aber der Bürger/Landwirt vor Ort hat sicherlich oftmals konkrete Ideen, welche aufgegriffen und umgesetzt werden sollten.