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Glückssymbole: Manche Dinge ändern sich nie

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Ob vierblättriges Kleeblatt, Hufeisen oder der gute alte Schornsteinfeger – sie alle gelten als Glücksbringer. Die Zahl 13 dagegen steht für das genaue Gegenteil – Vorsicht, Unglück im Anmarsch! Und wehe, wenn die böse Zahl auch noch auf einen Freitag fällt. Umfragen zufolge ist Freitag der 13. für viele Deutsche der schlimmste Tag des Jahres. Doch woher kommen all diese Glücks- und Unglücksymbole überhaupt, und warum glauben im Zeitalter der Digitalisierung nach wie vor so viele Menschen daran? 


Am 14. Januar konnten viele Menschen in Deutschland erst einmal tief durchatmen – Freitag der 13., der Tag, den die meisten mit Unglück und Pech gleichsetzen, war endlich vorbei. Statistisch ist zwar nicht bewiesen, dass die Kombination der Zahl 13 mit einem Freitag zum Unheil führt, der Glaube daran ist bei vielen dennoch ungebrochen. Die 13 wird von jeher mit Pech assoziiert – nicht umsonst sagt man "Jetzt schlägt's 13" –, da sie auf das heilige Dutzend folgt und so die glücksbringende Ordnung sprengt. Einer Umfrage der Gothaer Versicherung zufolge steht für 82 Prozent der Menschen hierzulande fest: Die 13 ist die Unglückszahl schlechthin. Und was sich einmal im Kopf festgesetzt hat, kriegt man dort bekanntlich nicht mehr so schnell weg.

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Kleeblatt – vier Blätter, die Glück bringen

Doch zum Glück existieren deutlich mehr Symbole, die Glück bringen als solche, die Pech bringen. Wer beim Spaziergang durch den Park ein vierblättriges Kleeblatt findet, kann sich zu den Glückspilzen rechnen. Die Zahl vier ist schon immer die Zahl der Ganzheit, des Idealen gewesen – ob bei Jahreszeiten, Himmelrichtungen oder Elementen. Viele Menschen assoziieren Klee aber auch ganz unabhängig von der Anzahl der Blätter mit Glück. Bei den Lenormandkarten – eine ausführliche Erklärung zu Lenormandkarten und ihrer Bedeutung gibt es bei Viversum – steht die Karte "der Klee" ebenfalls für kleines Glück, kurze Glücksphase oder Freude.

Schornsteinfeger – ein wahrer Glücksbote

Bereits seit dem Mittelalter bringt den Menschen auch noch etwas, oder besser gesagt jemand, anderes ordentlich Glück: der Schornsteinfeger. Zu der finsteren Zeit fingen die Häuser aufgrund ihrer schlechten Bausubstanz wesentlich schneller Feuer als heutzutage. Dem konnte der Schornsteinfeger mit seiner Arbeit vorbeugen und wandte das Unglück somit ab. Und diese Rolle als Glücksbote hat der Schornsteinfeger bis heute nicht abgelegt.

Giftig und doch ein kleiner Held – der Fliegenpilz

Glück bringen können offenbar auch Dinge, die sich eher durch eine negative Eigenschaft auszeichnen, so wie der Fliegenpilz. Doch genau diese Eigenschaft – er ist giftig – hat ihm zu seinem Glückssymbolstatus verholfen. Denn in kleinsten Dosen soll er berauschend und damit schmerzhemmend wirken, was den Kriegern einer altnordischen Sage nach im Kampf häufig geholfen hat. So wurde der Pilz mit dem roten Hut und den weißen Punkten zum Glücksboten und ist es bis heute geblieben. Redaktion: Marc Huber

Bildrechte: Flickr Luck is... (explored) Umberto Salvagnin CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten