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Goldene und silberne Ehrenzeichen verliehen

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Das Ehrenzeichen in Gold gab es für Bernhard Oeggl, das Ehrenzeichen in Silber für Franz Pfnür und ein weiteres Ehrenzeichen in Gold für Josef Prex. Zweiter Vorstand der Vereinigung Thomas Holm gratulierte den Weihnachtsschützen (v.l.). Nicht auf dem Bild: Fred Vogl, der das Ehrenzeichen in Silber erhielt. (Foto: B. Stanggassinger)

Berchtesgaden – Traditionell fand am Samstag eine Woche vor dem Palmsonntag die Generalversammlung der Vereinigten Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes im »Bräustüberl« statt. Mehrere Schützen wurden dabei mit goldenen und silbernen Ehrenzeichen ausgezeichnet.


Zu Beginn feierte man in der Stiftskirche eine heilige Messe für alle lebenden und verstorbenen Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Bläsern der Musikkapelle Maria Gern unter der Leitung von Musikmeister Andreas Hofreiter umrahmt.

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Zur Generalversammlung im »Bräustüberl« begrüßte der zweite Vorstand der Vereinigung Thomas Holm die Anwesenden. Josef Prex verlas den Schriftführerbericht des vergangenen Vereinsjahres. Höhepunkte waren der Festakt mit Aufnahme der Tradition der Weihnachtsschützen in das bayerische immaterielle Kulturerbe, die Neuauflage des Berchtesgadener Mundartbuches von Franz Rasp und der Besuch der Landtagspräsidentin Ilse Aigner und der Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, beim Christkindlschießen der Markterer Weihnachtsschützen am Lockstein.

Am 11. Dezember erhielt die Vorstandschaft von der Deutschen Unesco Kommission ein Schreiben aus Berlin, dass die Aufnahme der Tradition der Berchtesgadener Weihnachtsschützen in das Deutsche immaterielle Kulturerbe abgelehnt wurde. Die Berchtesgadener Weihnachtsschützen haben derzeit einen Stand von 3 297 Mitgliedern, sagte Prex am Ende seines Berichts. Kassier Peter Altmann verlas den Kassenbericht. Durch die Auflage des Berchtesgadener Mundartbuches und durch Einnahmen des Weihnachtsheimatabend konnte in diesem Jahr in der Kasse ein Gewinn verzeichnet werden. Die Kasse wurde von Franz Pfnür und Simon Schwaiger geprüft und Entlastung erteilt.

Der zweite Vorstand Thomas Holm berichtete, dass beim Mettenschießen insgesamt 1 038 und zum Jahreswechsel 607 Schützen auf den Ständen der Vereine waren. Weiters berichtete er von einem Treffen der Vorstandschaft in Anger mit Dr. Peter Ramsauer, bei dem es um die Thematik des Wiederbeschusses ging. Ramsauer ermöglichte ein Treffen mit Innenstaatssekretär Stefan Mayer, das am 8. Oktober in Altötting stattfand. Dieser machte jedoch keine großen Hoffnungen, dass er die Beamten vom Innenministerium umstimmen kann und diese die Verordnung zurückziehen.

Als glücklichen Umstand bezeichnete Holm, dass die Landtagspräsidentin Ilse Aigner die Schützen beim Schießen sehen wollte. Im Beisein von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber besuchte sie das Christkindlschießen am Lockstein und war begeistert von der Disziplin und Verantwortung der Markterer Schützen in Berchtesgadener Tracht. Die Übergabe eines Schreibens mit der »Erklärung zur Rückkehr zur bisherigen Wiederholungsprüfung« mit der Bitte zur Weitergabe an Innenminister Seehofer erfolgte im Hotel »Edelweiss«. Leider hatte man damit keinen Erfolg, was Aigner am 28. März dieses Jahres in einem Schreiben an Rudi Koller mitgeteilt hat. Der Brief wurde vorgelesen. Zweiter Vorstand Thomas Holm sagte: »Wir werden weiterhin versuchen, dass wir den Wiederbeschuss abschaffen.«

Es folgten Ehrungen. Mit der silbernen Nadel für 25 Jahre Tätigkeit als 1. Kassier bei den Markterer Weihnachtsschützen wurde Fred Vogl geehrt. Ebenfalls mit der silbernen Nadel wurde Franz Pfnür vom Weihnachtsschützenverein Strub für 26 Jahre als 1. Kassier geehrt. Mit dem Abzeichen in Gold wurden Bernhard Oeggl vom Weihnachtsschützenverein Winkl für 34 Jahre im Amt als 1. Schriftführer und Josef Prex vom Weihnachtsschützenverein Au geehrt. Prex war von 1994 bis 2012 1. Schriftführer und von 2012 bis 2018 erster Vorstand. Er ist seit 2009 Schriftführer bei der Vereinigung. Das sind in Doppelfunktion fast 35 Jahre Tätigkeit für die Sache der Weihnachtsschützen. Abschließend gab es noch Grußworte von 2. Bürgermeister Bartl Mittner und von Trachtenvereinigungsvorstand Sepp Wenig. Bernhard Stanggassinger

 

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