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»Loyaler, ehrlicher und sachkundiger Geschäftsleiter« der Gemeinde Grabenstätt gewürdigt

Grabenstätter Bürgermedaille für Andreas Lindlacher

Grabenstätt – In Anerkennung seiner Verdienste für die Gemeinde Grabenstätt erhielt deren langjähriger Geschäftsleiter Andreas Lindlacher in der Schlossökonomie die gemeindliche Bürgermedaille. Bürgermeister Georg Schützinger überreichte sie ihm im Rahmen der gemeindlichen Weihnachtsfeier, der viele ehemalige Kollegen Lindlachers beiwohnten.

Der langjährige gemeindliche Geschäftsleiter Andreas Lindlacher (Mitte) erhielt unlängst in Anerkennung seiner Verdienste für die Gemeinde Grabenstätt von Bürgermeister Georg Schützinger (rechts) die gemeindliche Bürgermedaille mit zugehöriger Urkunde. Auch Zweiter Bürgermeister Robert Muggenhamer (links) gratulierte. (Foto: Müller)

»Andi war über Jahrzehnte ein loyaler, ehrlicher und sachkundiger Geschäftsleiter und das Wohl der Gemeinde und unserer Bürger war stets oberster Grundsatz für sein Arbeiten«, lobte der Rathauschef seinen ehemaligen Verwaltungschef, der Ende Mai nach gut 50 Jahren im öffentlichen Dienst und fast 41 Jahren bei der Gemeinde Grabenstätt – davon die letzten 37 Jahre als Geschäftsleiter – in den Ruhestand verabschiedet worden war.

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Es sei eine »große Ehre« gewesen, über so viele Jahre in der eigenen Gemeinde arbeiten zu dürfen, so Lindlacher. Es habe ihm immer Freude bereitet, sich für die Belange der Bürger einzusetzen. Ein besonderes Lob galt seinem langjährigen Chef Schützinger sowie all seinen früheren Kollegen und Weggefährten. Ein Sonderlob verteilte Lindlacher an seine Frau Helga, die ihm immer den Rücken frei gehalten habe. »Sonst wäre es nicht gegangen«, stellte der Geehrte klar.

Lindlacher begann seine berufliche Laufbahn nach dem Volksschulabschluss 1963 als Dienstanfänger bei der Stadt Traunstein. Dort machte er die Ausbildung in der Verwaltung und schloss die Bayerische Verwaltungsschule 1968 mit der Anstellungsprüfung zum mittleren Dienst ab. 1971 erfolgte die Beförderung vom Stadtassistenten zum Stadtsekretär und 1973 erhielt er die Zulassung zum Aufstieg in den gehobenen Dienst. Nach der Versetzung in seine Heimatgemeinde Grabenstätt am 1. August 1973 wurde Lindlacher 1976 auf Lebenszeit verbeamtet und schloss die Anstellungsprüfung für den gehobenen Dienst ab. Am 1. Januar 1977 wurde dem frisch gebackenen Gemeindeinspektor die Geschäftsleitung der Gemeindeverwaltung übertragen.

Zu seinen größten Herausforderungen zählten damals im Zuge der Gebietsreform die Zusammenführung der drei Gemeindeverwaltungen Grabenstätt, Erlstätt und Oberhochstätt. 1978 berief man Lindlacher zum Standesbeamten, 1980 folgte die Beförderung zum Gemeindeoberinspektor und 1981 die Prüfung zum Diplomverwaltungswirt (FH) bei der Regierung der Oberpfalz. Von 1980 an war er auch 25 Jahre lang örtlicher Presseberichterstatter.

In seiner Zeit als gemeindlicher Geschäftsleiter gab es zahlreiche Investitionen und Bauprojekte. Exemplarisch nannte Schützinger den Umzug der Gemeindeverwaltung ins Grabenstätter Schloss, den Bau einer neuen Schule, der Feuerwehrhäuser und der Kindergärten, die Errichtung des Bauhofs und der Sportanlagen sowie die Sanierung der Turnhalle in Erlstätt und den Bau der Turnhalle in Grabenstätt.

Träger der Bürgermedaille sind in der 4300-Einwohner-Gemeinde auch Altbürgermeister Hans Höck, Maria Huber, Max Rimsl, Josef Juretschke, Irene Riede, Annemarie Rinderle, Klaus Muggenhamer senior und Johann Muggenhamer. Die Feier wurde von der Bergmoos-Musi mit Katharina Wiesholler (Harfe), Lukas Wimmer (Ziach) und Tobias Mühlbacher (Kontrabass) musikalisch umrahmt. Für die verbindenden Texte sorgte Gustl Lex. mmü