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Grenzpolizei hatte letztes Jahr viel zu tun

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Die Polizeibeamten entdecken bei ihren Kontrollen oft Rauschgift. (Foto: Polizei)

Berchtesgadener Land – Die Grenzpolizeiinspektion Piding kann auch für 2018 auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Seit 1. Juli 2018 Teil der neuen Bayerischen Grenzpolizei, kann die vormalige Polizeiinspektion Fahndung auf über 20 Jahre Erfahrung und Erfolge in der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität bauen.


Allein im Bereich der Kfz-Fahndung konnten Fahrzeuge im Wert von über einer halben Million Euro sichergestellt werden. Im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität konnten über 20 Kilogramm Rauschgift der verschiedensten Stoffgruppen aus dem Verkehr gezogen werden. Da Straftäter wie auch die Rauschgiftschmuggler zunehmend den grenzüberschreitenden Schienenverkehr als Transportmöglichkeit nutzen, überwacht ein Team aus Spezialisten der Grenzpolizeiinspektion Piding diesen Verkehrsbereich ebenfalls.

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Das Fachwissen im Bereich der Urkundenfälschung wenden die Beamten nicht nur im täglichen Fahndungsdienst auf den Straßen und dem Schienenverkehr, sondern auch im Rahmen der sogenannten Behördenfahndung an.

In enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Ausländerämtern, Meldeämtern und Zulassungsstellen überprüfen die Fahnder dort einliegende Urkunden regelmäßig auf ihre Echtheit. Häufig nutzen Personen aus sogenannten Drittstaaten gefälschte Dokumente eines EU-Staates, um so zum Beispiel ihren Aufenthalt zu legitimieren oder freien Zugang zum Arbeitsmarkt in Deutschland zu erlangen. Auf diese Art konnten hierbei im abgelaufenen Kalenderjahr zahlreiche Straftäter überführt werden.

Neben den Fahndungen nach national und international gesuchten Personen, insbesondere reisenden Straftätern, zählt zu den Kernaufgaben der bayerischen Grenzpolizisten auch die Bekämpfung der Eigentumskriminalität. Der Dienststellenleiter, Polizeidirektor Bernhard Resch, zieht eine durchwegs positive Bilanz: »20 Jahre erfolgreiche Arbeit in der zivilen Schleierfahndung kommen uns auch mit dem neuen Aufgabenzuschnitt innerhalb der Bayerischen Grenzpolizei zugute. Deshalb werden wir an diesem Erfolgsmodell festhalten. Darüber hinaus verfügen wir seit März diesen Jahres über eine uniformierte Fahndungsgruppe, die wir im Grenzgebiet nach einem flexiblen taktischen Konzept einsetzen. Die technische Ausstattung wurde ausgebaut und noch weiter modernisiert.

So verfügt unsere Dienststelle beispielsweise über modernste polizeiliche Drohnen, mobile Fingerabdruckscanner in jedem Fahndungsfahrzeug und modernste Fahndungscomputer. Dadurch sind wir für aktuelle und auch künftige Herausforderungen, beispielsweise im Terrorismusbereich, bestens aufgestellt.« fb

 

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