Grenzpolizei Piding blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurück

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Dopingmittel Foto: Grenzpolizeiinspektion Piding
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Waffen Foto: Grenzpolizeiinspektion Piding
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Marihuana Foto: Grenzpolizeiinspektion Piding

Trotz pandemiebedingter Zusatzaufgaben und damit verbundener Einschränkungen im Bereich der Schleierfahndung, konnten auch im Jahr 2020 zahlreiche Straftäter durch die Schleierfahnder aus Piding und Freilassing überführt werden - Autoschieber und Drogenschmuggler stellen hierbei nur einen Teilbereich der Fahndungsarbeit dar.


Das abgelaufene Kalenderjahr erforderte pandemiebedingt auch von den Schleierfahndern viel Flexibilität und stellte die Polizistinnen und Polizisten vor ganz neue Herausforderungen. Trotz der monatelang andauernden stationären Grenzkontrollen, die im Frühjahr letzten Jahres zu Österreich zur Eindämmung der Infektionsgefahr durch das Coronavirus angeordnet waren, galt es weiterhin die Kernkompetenz, nämlich die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität, zu forcieren. Die Schwerpunkte lagen hierbei nach wie vor in der Bekämpfung des illegalen Rauschgifthandels, der Kfz- und Eigentumskriminalität, der unerlaubten Migration und in den Bereichen der Urkundenfälschung  und der Personenfahndung. 

So konnten die Fahnder 2020 trotz pandemiebedingter Sonderaufgaben insgesamt 37 Fahrzeuge, mit einem Gesamtwert von annähernd 600.000 €, sicherstellen – Die Modellpallete reichte hierbei vom Mittelklassewagen über hochwertige SUVs bis hin zu Sattelzugmaschinen und deren Auflieger. Die zuvor meist gestohlenen, unterschlagenen oder betrügerisch erlangten Fahrzeuge, konnten so in der Folge häufig an ihre tatsächlichen Eigentümer zurückgegeben werden.

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Jaguar Foto: Grenzpolizeiinspektion Piding

Auch an die 400 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden durch die Grenzpolizeiinspektion Piding zur Anzeige gebracht und dabei knapp 21 Kilogramm Drogen - von Marihuana über Amphetamin bis hin zu Kokain und Heroin - aus dem Verkehr gezogen . Dass sich auch die Drogenschmuggler immer mehr professionalisieren, zeigen die zunehmend aufwendiger, zum Teil mit etlichen technischen Raffinessen konstruierten Schmuggelverstecke. Diese werden aber nicht nur zum Transport von Drogen, sondern häufig auch für das damit „verdiente“ Bargeld genutzt - rund 100.000 € wurden in solchen Verstecken aufgefunden und aufgrund des Verdachts der Geldwäsche beschlagnahmt. 

Einen weiteren Schwerpunkt im Bereich der Schleierfahndung stellt die Dokumentenüberprüfung dar. Sowohl im Bereich der Straßen- als auch der Schienenfahndung versuchen die Täter regelmäßig über die wahre Identität ihrer Person oder der mitgeführten Fahrzeuge hinweg zu täuschen. Das häufigste Delikt stellt hierbei nach wie vor das Fälschen von Fahrerlaubnissen dar. Die pandemiebedingt eingeschränkte Reisefreiheit machte sich auch in diesem Bereich deutlich bemerkbar und es kam „lediglich“ zur Feststellung von nicht ganz 200 gefälschten Dokumenten im Jahr 2020. 

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Führerschein Foto: Grenzpolizeiinspektion Piding

Nach wie vor gehört auch der Kampf gegen die illegale Migration zu den Aufgaben der Bayerischen Grenzpolizei - und das nicht nur zu Zeiten stationärer Grenzkontrollen. Insgesamt wurden nahezu 800 ausländerrechtliche Verstöße festgestellt. Unter den ca. 350 festgestellten unerlaubt eingereisten Personen, welche in der Folge zuständigkeitshalber an die Bundespolizei übergeben wurden, befanden sich rund 80 Schleuser und Beihelfer. Die illegale Verbringung von Personen gilt weiterhin als lukratives Geschäft, wobei die Täter die Notlage der Menschen oft schamlos ausnutzen. 

Auch im Bereich der Eigentumskriminalität gelangen den Schleierfahndern zahlreiche bemerkenswerte Erfolge. Oftmals gut versteckt unter vermeintlichem Sperrmüll konnten so über das Jahr verteilt eine Vielzahl an Baumaschinen, E-Bikes/Fahrräder und sonstigen hochpreisigen Alltagsgegenständen wie Smartphones oder Kosmetikartikel fragwürdiger Herkunft sichergestellt werden. In manchen Fällen waren die Gegenstände bereits zum Zeitpunkt der Kontrolle mit einem polizeilichen Suchvermerk versehen. In der Mehrheit der Fälle konnte jedoch erst durch intensive Ermittlungsarbeit der eigentliche Tatort gefunden und somit ein Tatzusammenhang hergestellt werden. Zudem weist die Statistik der Grenzpolizeiinspektion Piding über 1.000 Personenfahndungstreffer für das Jahr 2020 auf. Hierbei reichte die Bandbreite von Haftbefehlen mit mehrjährigen Freiheitsstrafen bis hin zur bloßen Aufenthaltsermittlung für die Justizbehörden. Zudem wurden mehr als 600 Fahndungsvermerke nach gestohlenen oder abhandengekommenen Gegenständen festgestellt und abgearbeitet. 

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Bargeld in Versteck Foto: Grenzpolizeiinspektion Piding
 

 

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Jahr 2020 auch die Schleierfahnder aus Piding vor besondere Herausforderungen gestellt hat und allen Fahndungskräften ein hohes Maß an Flexibilität und Belastbarkeit abverlangt hat. Dennoch konnten die Fahnderinnen und Fahnder auch im Jahr 2020 eine große Anzahl bemerkenswerter Fahndungsaufgriffe vorweise und damit einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität leisten.

fb/red