weather-image

Größere Abstände bei den Neubauten

Schönau am Königssee - Für mehrere Erweiterungsmaßnahmen beim »Alpenhotel Zechmeisterlehen« in Schön-au am Königssee ist die Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans notwendig. Die bei der vorgezogenen Bürgerbeteiligung und Anhörung der Träger öffentlicher Belange eingegangenen Einwände waren in den neuen Bebauungsplanentwurf eingearbeitet worden und lagen dem Gemeinderat am Dienstag zur Beschlussfassung vor.

Neu ist, dass die auf dem ehemaligen Spornhof-Grundstück vorgesehene Hotelerweiterung nun weiter vom Rennerlehen in Richtung Osten abrücken muss. Das hat ein neues lufthygienisches Gutachten ergeben. Damit besteht im Rennerlehen auch künftig die Möglichkeit zur Erweiterung des landwirtschaftlichen Betriebs ohne Gefahr der Geruchsbelästigung für die Nachbarn. Außerdem müssen in dem neuen Hotelbau auf der Westseite Fenster eingebaut werden, die sich nicht öffnen lassen. Auch die auf der Ostseite des Hotels »Zechmeisterlehen« geplanten Appartementhäuser müssen etwas von den nördlich bestehenden Nachbargebäuden abrücken.

Anzeige

Mehrere Nachbarn kritisierten außerdem in einer Sammelstellungnahme den auf der Südseite des großen Grundstücks geplanten Streichelzoo mit darüber liegender Betriebsleiterwohnung. Die Nachbarn befürchten vor allem, dass von dem Steichelzoo eine Geruchs- und Lärmbelästigung ausgeht. Bürgermeister Stefan Kurz verwies auf das lufthygienische Gutachten, nach dem keine erheblichen störenden Geruchsbelästigungen zu erwarten seien. Dennoch kam der Gemeinderat am Ende dem Vorschlag von Richard Lenz (FW) nach, dem Bauwerber zu empfehlen, das Streichelzoo-Gebäude um rund 25 Meter in Richtung Osten zu rücken, um Auswirkungen auf die Nachbarn zu minimieren.

Die darüber liegende Betriebsleiterwohnung hätte ursprünglich 200 Quadratmeter groß werden sollen. Der Gemeinderat beschränkte in seinem Beschluss die maximale Größe allerdings auf 110 Quadratmeter. Damit gab sich Johann Hölzl (FW) nicht zufrieden. »Hier kann es keine Betriebsleiterwohnung geben, weil es kein landwirtschaftliches Gebäude ist«, stellte Hölzl fest. Sein Fraktionskollege Johann Schwaiger sowie Josef Springl (CSU) sahen es genauso und stimmten in diesem Punkt gegen den Beschlussvorschlag.

Einstimmig war dann wieder der Billigungsbeschluss und der Beschluss zur erneuten Auslegung des Bebauungsplanentwurfs. UK